Sonderaktion: General Motors buhlt um Opel-Kunden - DER SPIEGEL
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Sonderaktion General Motors buhlt um Opel-Kunden

Mit einer Prämie will General Motors in Indien Opel-Fahrer abwerben - sie sollen auf die Marke Chevrolet umsteigen. Wer seinen Corsa oder Astra eintauscht, bekommt laut einem Zeitungsbericht Extrazubehör geschenkt. Opel-Betriebsrat Klaus Franz ist sauer.
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Berlin - Der US-Autohersteller General Motors (GM)   versucht offenbar, seine angeschlagene Tochter Opel in Indien aus dem Markt zu drängen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat GM über seine Tochterfirma Chevrolet eine Sonderaktion gegen Opel gestartet.

Danach biete GM jedem Opel-Besitzer bei Verkauf des Autos und Erwerbs eines Chevrolets Extrazubehör in Höhe von 10.000 indischen Rupien an - umgerechnet 145 Euro, ein stattlicher Betrag für dortige Verhältnisse. Das Angebot richte sich an Fahrer der Opel-Modelle Astra und Corsa.

Der Gesamtbetriebsrat von Opel Europa, Klaus Franz, kritisierte die Aktion scharf. Franz sagte der Zeitung: "Es ist eine Provokation von GM, Opel vom Markt zu drängen. Dieses Verhalten ist der stehende Beweis, wie wichtig es ist, dass Opel globalisiert wird. Der Opel-Interessent RHJ würde genau diese Politik - Opel vom Weltmarkt zu drängen - fortführen." Der Betriebsrat warnte erneut vor einem Einstieg von RHJ bei Opel.

Wie die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise weiter schreibt, will die Bundesregierung im Bieterkampf um Opel klar Position beziehen. Es werde nur ein Rettungskonzept mitgetragen, in dem Opel künftig als selbstständig-eigene Marke fortgeführt werden soll. Damit will die Bundesregierung einen späteren Rückverkauf von Opel an GM verhindern.

ore/ddp

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