Sony/Bertelsmann: EU-Kommission meldet Bedenken an - DER SPIEGEL
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Sony/Bertelsmann EU-Kommission meldet Bedenken an

Die EU-Kartellbehörde hat in einem Schreiben Einwände gegen die Fusion der Musiksparten von Sony und Bertelsmann erhoben. Nun müssen die beiden Konzerne erklären, wie sie einen fairen Wettbewerb im Musikgeschäft gewährleisten wollen.
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Brüssel - Bisher bestätigte die EU-Kommission nur, dass eine Liste mit Bedenken an die beiden möglichen Fusionspartner abgeschickt wurde. Über Details wurde bisher nichts bekannt.

Die Auflistung von Einwendungen ist eine Standardprozedur in Wettbewerbsverfahren der EU und führt in der Regel zum Verkauf von Unternehmensteilen oder anderen Zusagen der Unternehmen, um doch noch die Zustimmung der Wettbewerbshüter zu erhalten.

Bereits in den vergangenen Tagen war in Brüssel zu hören, dass die EU Bedenken wegen der Auswirkungen des Zusammenschlusses auf den Wettbewerb in der Musikindustrie, aber auch im entstehenden Markt für Online-Musik haben werde. EU-Kommissar Mario Monti soll aber auch skeptisch gegenüber der Fusion sein, da Bertelsmann über die RTL-Tochtergesellschaften eine führende Stellung bei Radio- und Fernsehstationen besitzt.

Die EU-Kommission will bis zum 22. Juli um über die geplante Fusion entscheiden. Sony und Bertelsmann hatten die Elefantenhochzeit bereits im Dezember vergangenen Jahres angekündigt. Das neue Unternehmen mit Hauptsitz in New York soll zu je 50 Prozent im Besitz beider Konzerne sein. Mit einem Umsatz von rund vier Milliarden Euro wäre Sony BMG die Nummer zwei auf dem Weltmarkt hinter Marktführer Universal Music. Unabhängige Musikkonzerne haben bereits angekündigt, notfalls vor Gericht zu ziehen, sollte die EU-Wettbewerbsbehörde die Fusion von Sony Music und BMG erlauben.