Sony: Neue Geschäftsfelder - DER SPIEGEL
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Sony Neue Geschäftsfelder

Währungsschwankungen und die Konkurrenz von Billiganbietern treiben Sony aus dem Hardwaregeschäft. Bessere Gewinne sollen das Netzwerkgeschäft und Internetlösungen bringen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Tokio - "Wir wollen die Nummer eins im Bereich der Netzwerklösungen im Breitbandzeitalter werden", sagte Sony-Präsident Kunitake Ando. "Wir sind sehr stark im Hardwarebereich, aber wir wollen das besser mit geeigneten Netzwerken verbinden."

Vorstandschef Nobuyuki Idei sagte, der Elektronikkonzern sei wegen der Währungsschwankungen und der Konkurrenz von Billiganbietern aus Asien unter Druck geraten. Deshalb könne sich das Unternehmen nicht länger in so hohem Maße auf das Hardwaregeschäft konzentrieren, um Gewinne zu erzielen.

Die Profitabilität von Sony sei eng verbunden mit den Wechselkursen. Diese Abhängigkeit zu minimieren sei sehr wichtig für Sony. "Darum wollen wir uns von einem fertigungsgestützten Unternehmen zu einem wissensgestützten Unternehmen wandeln", sagte Idei. Diese Strategie schließe das Ziel ein, zu einem führenden Anbieter von Internetdienstleistungen zu werden.

Sony kündigte außerdem Umstrukturierungen an. Bisher dienten die Zentralen für das Elektronikgeschäft als Hauptquartiere für den gesamten Konzern. Das habe dazu geführt, dass der Elektronikbereich auf den Rest der Konzerngruppe herabgeschaut habe, sagte Idei. Die Unternehmensgruppe solle nun objektiver betrachtet und offener organisiert werden.

Sony wolle Kombinationen innerhalb der Gruppe und Allianzen mit außenstehenden ausländischen und heimischen Unternehmen eingehen, so der Vorstandschef. Diese "sanften" Allianzen sollen keine Fusionen oder Übernahmen bedeuten. Entsprechende Kontakte gebe es bereits.

Trotz geringerer Gewinne bis März des laufenden Jahres rechnet Idei mit einem guten Ergebnis für das gesamte Jahr.