Sony und DaimlerChrysler: Ausverkauf am Potsdamer Platz - DER SPIEGEL
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Sony und DaimlerChrysler Ausverkauf am Potsdamer Platz

Kurz vor der Jahrtausendwende waren sie die ersten Wahrzeichen der neuen Mitte Berlins: Die imposanten Gebäude von DaimlerChrysler und Sony am Potsdamer Platz. Jetzt suchen beide Unternehmen laut einem Zeitungsbericht neue Besitzer.
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Frankfurt - Hunderttausende Touristen pilgern jährlich zum Potsdamer Platz mit seinen Shopping-Malls, trendigen Kaffee-Bars und Großraum-Kinos. Immer seltener sieht man dort allerdings Manager und Mitarbeiter der futuristischen Bürogebäude: Angesichts hoher Mieten und verlockender Alternativen sagen immer mehr Unternehmen dem Standort ade. Die Deutsche Bahn will ausziehen, die Gewerkschaft Ver.di ist schon weg und nun wollen zwei Besitzer laut "Financial Times Deutschland" ihre eigenen Immobilien abstoßen: Sony und DaimlerChrysler.

Dem Bericht zufolge hat DaimlerChrysler die Investmentbank Merrill Lynch und den Immobilienberater Angermann mit der Suche nach Käufern beauftragt. Marktbeobachter schätzen den Wert des Daimler-Ensembles auf rund 1,5 Milliarden Euro. Die Zeitung zitiert eine Daimler-Sprecherin mit den Worten: "Die Gebäude am Potsdamer Platz wurden bereits 2006 als nicht betriebsnotwendig eingestuft. Bis jetzt gibt es dazu keinen neuen Stand, eine Entscheidung ist nicht gefallen."

Gleichzeitig sei der japanische Sony-Konzern mit dem benachbarten Sony-Center am Markt. Sony hat nach "FTD"-Informationen die Frankfurter Investmentbank Drueker mit der Vermarktung beauftragt. Experten rechnen mit einem möglichen Verkaufserlös von 600 bis 700 Millionen Euro.

reh/Reuters/dpa