Zahl der Arbeitslosen sinkt im September deutlich - DER SPIEGEL
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Beschäftigung Zahl der Arbeitslosen sinkt im September deutlich

Nach der Sommerflaute gibt es wieder mehr Jobs: Im September waren 2,61 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos. Das sind 77.000 weniger als noch im August - und 100.000 weniger als im Vorjahr.
Jobcenter in Köln
Jobcenter in Köln

Jobcenter in Köln

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa
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Der Herbstaufschwung macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September kräftig gesunken. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte 2,608 Millionen Erwerbslose, teilte die Behörde mit. Das waren 77.000 Erwerbslose weniger als im August und hunderttausend weniger als im Vorjahr. Laut der BA ist dies die niedrigste Arbeitslosigkeit in Deutschland seit März 1991. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 5,9 Prozent zurück.

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern sei gleichzeitig weiterhin hoch, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. "Der Arbeitsmarkt hat sich insgesamt weiter gut entwickelt, obwohl sich der Beschäftigungszuwachs in den letzten beiden Monaten nicht fortgesetzt hat", teilte der Behördenchef mit.

Der Rückgang der Erwerbslosenzahlen hat vorwiegend saisonale Gründe: Ausbildungsabsolventen finden oft erst nach den Sommerferien eine feste Stelle. Zudem sorgen die teils bis in den September dauernden Werksferien dafür, dass Unternehmen neue Mitarbeiter erst im Spätsommer einstellen.

Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl stieg hingegen im Vergleich zum August leicht um tausend auf 2,68 Millionen. Im Westen nahm sie zwar zu, im Osten ging sie dafür zurück.

Die offizielle Zahl gibt allerdings nicht die tatsächliche Größe der Arbeitslosigkeit wieder. So sind, wenn man etwa Arbeitslose in Beschäftigungsmaßnahmen oder arbeitsunfähig Erkrankte mitrechnet, im September 3,523 Millionen Menschen ohne Job gewesen. Allerdings ging auch diese sogenannte Unterbeschäftigung zurück - konkret zählten 47.000 Menschen mehr im Vergleich zum Vormonat zu den Unterbeschäftigten. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Unterbeschäftigung allerdings um rund 0,4 Prozent.

fdi/dpa