Berliner Stadtautobahn: - DER SPIEGEL
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Berliner Stadtautobahn Bundesrichter genehmigen Verlängerung der A100

Drei Kilometer Straße für rund eine halbe Milliarde Euro: Das wohl teuerste deutsche Autobahnprojekt darf nach einer Entscheidung des Leipziger Bundesverwaltungsgerichts nun gebaut werden. Im Lärmschutz müsse allerdings nachgebessert werden, so die Richter.
Berliner Stadtautobahn: Grünes Licht für Ausbau
Berliner Stadtautobahn: Grünes Licht für Ausbau

Berliner Stadtautobahn: Grünes Licht für Ausbau

Foto: dapd
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Berlin/Leipzig - Grünes Licht für den Ausbau der umstrittenen Berliner Stadtautobahn. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat vier Klagen gegen den umstrittenen Weiterbau der Stadtautobahn A100 zwischen den Stadtteilen Neukölln und Treptow abgelehnt. Nachbessern muss der Berliner Senat aber noch beim Lärmschutz. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer rechnet mit einem Baubeginn in der ersten Jahreshälfte 2013.

Anwohner, Grundstücksbesitzer, die Umweltschutzorganisation BUND und der betroffene Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hatten für einen Stopp des Autobahnbaus gekämpft. Sie halten die Verlängerung der A100 für überflüssig und viel zu teuer. Der Bund muss für das mit Priorität bewertete und 3,2 Kilometer lange Teilstück nun bis zu einer halben Milliarde Euro bezahlen.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit wertete das Urteil als Bestätigung der Senatspolitik. "In allen wichtigen Punkten ist damit eines der größten Infrastrukturprojekte in der Stadt bestätigt worden", erklärte er. Auch Ramsauer begrüßte das Urteil. Der CSU-Minister bezeichnete die Teilstrecke als "das teuerste Stück Autobahn, was je in Deutschland gebaut" worden sei.

Schon während der mündlichen Verhandlung Ende September hatten die Kläger einen Teilerfolg errungen. Nach Kritik des Gerichts am geplanten Abriss zweier Häuser lenkte die Senatsverwaltung ein. Eine sechs Meter hohe Lärmschutzwand und Schallschutzfenster sollen das Wohnen dort erträglich machen. Zwei der ursprünglich sechs Klagen waren daraufhin zurückgenommen worden.

lei/dpa