Brexit vergrätzt deutsche Investoren - DER SPIEGEL
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Miese Geschäftsaussichten Brexit vergrätzt deutsche Investoren

Schon vor dem EU-Ausstieg der Briten erwarten deutsche Unternehmen schlechtere Geschäfte. Laut einer DIHK-Umfrage wollen neun Prozent der Firmen Investitionen zurückverlagern - zumeist in die Heimat.
Mini-Produktion von BMW in Oxford
Mini-Produktion von BMW in Oxford

Mini-Produktion von BMW in Oxford

Foto: GEOFF CADDICK/ AFP
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Deutsche Unternehmen mit Großbritannien-Engagement rechnen schon im Vorfeld des Brexit mit schlechteren Geschäften. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor, aus der die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ") zitiert .

Neun Prozent der Firmen wollen demnach Investitionen zurückverlagern - mehrheitlich nach Deutschland. 40 Prozent erwarten in den kommenden Monaten schlechtere Geschäfte. Der DIHK-Umfrage zufolge ist der Export ins Vereinigte Königreich 2016 um 3,5 Prozent gesunken, vor allem im zweiten Halbjahr - also nach dem Brexit-Votum.

"Der Brexit wird den Geschäften deutscher Unternehmen mit dem Vereinigten Königreich erheblich schaden", sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der "FAZ".

Auch das arbeitgebernaheInstitut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt vor sinkenden Exporten. Besonders hart habe es im zweiten Halbjahr 2016 die Pharmabranche getroffen, teilte das IW mit. Diese verbuchte demnach einen Rückgang der Ausfuhren nach Großbritannien von rund 19 Prozent, die Autoindustrie ein Minus von 14 Prozent, die Chemiebranche ein Minus von 11 Prozent. Insgesamt verringerten sich die Exporte "Made in Germany" auf die Insel gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,2 Prozent.

ssu