Bundesregierung gegen Troika-Abschaffung - DER SPIEGEL
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Attacke gegen IWF Bundesregierung sperrt sich gegen Troika-Abschaffung

EU-Kommissarin Reding will den Internationalen Währungsfonds aus der Troika werfen. Doch EZB und Bundesregierung nehmen den Fonds nun in Schutz: Er sei ein bewährter Partner im Kampf gegen die Euro-Krise - auch in Zukunft.
Anti-Troika-Protest in Zypern: "Keine funktionierende Alternative"
Anti-Troika-Protest in Zypern: "Keine funktionierende Alternative"

Anti-Troika-Protest in Zypern: "Keine funktionierende Alternative"

Foto: YANNIS BEHRAKIS/ REUTERS
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Berlin - "Die Troika gehört abgeschafft" - diese Forderung von EU-Justizkommissarin Viviane Reding stößt in der Bundesregierung und der Europäischen Zentralbank (EZB) auf wenig Begeisterung.

"Es gibt zu der Troika kurzfristig keine funktionierende Alternative", sagte EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen "RP Online". "Es gibt keinen Grund, mitten in der Krise diese bewährte Konstruktion zu ändern." Erst langfristig sollte man über europäische Alternativen nachdenken. Ein Sprecherin des Finanzministeriums sagte ebenfalls, das System habe sich bewährt. Die Expertise des Internationalen Währungsfonds sei sehr wichtig.

Die Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF überwacht die Reformfortschritte der europäischen Schuldenländer, die im Gegenzug internationale Hilfen erhalten. EU-Kommissarin Viviane Reding hatte sich in einem Interview mit der "Stuttgarter Zeitung" dafür ausgesprochen, die Reformen künftig ohne den IWF voranzutreiben. Europa sei inzwischen so weit, die eigenen Probleme selbst zu lösen.

EU-Kommission und IWF sind sich oft uneins, was die richtige Strategie zur Überwindung der Euro-Krise ist. Der Währungsfonds hatte zum Beispiel erklärt, in Griechenland hätte es schon beim ersten Hilfsprogramm 2010 einen Schuldenschnitt geben müssen. Die Kommission hatte die Kritik entschieden zurückgewiesen.

ssu/Reuters