Bundesweite Razzien bei Sicherheitsfirmen - DER SPIEGEL
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Steuerhinterziehung Bundesweite Razzien bei Sicherheitsfirmen

Fahnder sind mit einer Razzia in sieben Bundesländern gegen Schwarzarbeit bei Sicherheitsfirmen vorgegangen. Dabei wurden auch Schusswaffen, Schlagringe und Luxusautos sichergestellt.
Steuerfahnder
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Foto: Sebastian Willnow / dpa
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Mehr als 450 Ermittler des Zolls und der Steuerfahndung durchsuchten am Mittwoch 48 Wohnungen und Geschäftsräume in Sachsen, Thüringen, Berlin, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Baden-Württemberg und Hessen.

Die Razzia richtete sich gegen insgesamt 20 Beschuldigte, die in organisierter Form Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung betrieben haben sollen. Sie sollen Wachleute in Asylbewerberheimen schwarz beschäftigt haben. Sozialkassen und Fiskus sei dadurch ein Schaden von rund zwei Millionen Euro entstanden sein, heißt es.

Der Schwerpunkt der Ermittlungen liegt in Zwickau. Dort wurden zwei 39 Jahre alte Männer festgenommen. Gegen die beiden Männer lagen Haftbefehle vor, sie sollten im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten Beweismaterial wie Computer und Mobiltelefone sicher. Zudem wurden drei Schusswaffen, Munition, ein Bolzenschussgerät, zwei Schreckschusswaffen, zwei Schlagringe, rund 835.000 Euro Bargeld und zwei hochwertige Autos sichergestellt.

Nach Behördenangaben waren mehrere Kontrollen im Wach- und Sicherheitsgewerbe im Raum Kassel Ausgangspunkt der Ermittlungen. Die Prüfungen hatten Unregelmäßigkeiten bei der Bezahlung und der Anmeldung zur Sozialversicherung von Beschäftigten einer Zwickauer Sicherheitsfirma ergeben. "Die weiteren Ermittlungen erhärteten den Verdacht, dass es sich bei dem vorgefundenen Firmengeflecht um eine organisierte Form der Schwarzarbeit und der Steuerhinterziehung handelt", teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden mit.

Die Verdächtigen sollen über Schwarzarbeiter, für die keine Lohnsteuer bezahlt wurde und die nicht zur Sozialversicherung angemeldet waren, Dienstleistungen in Asylbewerberunterkünften ausgeführt haben.

hej/dpa

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