Europäischer Vergleich Deutsche bei Kaufkraft auf Platz acht
Einkaufende Menschen: Unterschiedliche Preisniveaus wurden nicht berücksichtigt
Foto: Marc Müller/ dpaBruchsal - Die Kaufkraft der Deutschen ist unter den größeren europäischen Staaten am höchsten. Die Bundesrepublik liegt in einem Vergleich des Marktforschungsunternehmens GfK vor Frankreich und Großbritannien. Demnach kommen die Bundesbürger mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 20.014 Euro pro Person im Jahr auf Rang acht. Als Kaufkraft bezeichnet die Erhebung das verfügbare Einkommen ohne Steuern und Sozialabgaben. Von Region zu Region unterschiedliche Preisniveaus wurden dabei nicht berücksichtigt.
"Die Einwohner der kaufkraftstärksten Länder Europas müssen zwar einen großen Teil ihres Einkommens in Mieten und allgemein teurere Lebenshaltungskosten investieren", erklärten die Marktforscher. Für den Konsum über das Lebensnotwendige hinaus bleibe ihnen jedoch erheblich mehr Geld übrig als den Verbrauchern in kaufkraftschwächeren Ländern.
Am höchsten war die Kaufkraft laut Studie in Liechtenstein mit 56.978 Euro pro Einwohner im Jahr. Die Moldawier mussten sich dagegen im Schnitt mit nur 1257 Euro pro Jahr begnügen. Ziemlich genau im europäischen Mittel lagen die Spanier, denen rund 12.943 Euro im Jahr zur Verfügung standen.
Laut GfK vereinen die Bewohner von Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen fast die Hälfte (47 Prozent) der gesamteuropäischen Kaufkraft. Die anderen 39 Länder teilen die verbleibenden 53 Prozent unter sich auf. "International agierende Unternehmen brauchen möglichst genaue Vorhersagen, wie viel Geld den Verbrauchern in den Ländern zur Verfügung steht", erklärte das Marktforschungsunternehmen.