Deutsche Exporte trotzen dem Handelsstreit - DER SPIEGEL
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Halbjahresbilanz Deutsche Exporte trotzen dem Handelsstreit

Deutschlands Wirtschaft schwächelt am Ende des ersten Halbjahres: Die Exporte stagnieren, die Produktion schrumpfte. Angesichts des Handelsstreits mit den USA ist die Bilanz aber recht gut.
Container-Terminal in Bremerhaven (Archivbild)
Container-Terminal in Bremerhaven (Archivbild)

Container-Terminal in Bremerhaven (Archivbild)

Foto: Fabian Bimmer/ REUTERS
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Die deutsche Wirtschaft hat am Ende des ersten Halbjahres etwas geschwächelt: Die Exporte stagnierten im Juni, während die Produktion sogar schrumpfte. Die Importe legten um 1,2 Prozent zu.

"Im Juni geht es bei der Produktion - nach der erfreulichen Entwicklung im Vormonat - wieder etwas bergab. Dies dürfte allerdings auch eine Gegenreaktion auf die starke Entwicklung im Vormonat darstellen", sagte der Ökonom Marco Wegner von der Commerzbank.

Alexander Krüger, Ökonom beim Bankhaus Lampe, nannte die Werte mit Blick auf den Handelsstreit mit den USA "kein schönes Ergebnis, aber es hätte schlimmer kommen können".

Die Gesamtbilanz für das erste Halbjahr fiel indes deutlich besser aus. Vor allem die vielen Aufträge aus Europa kurbeln die Geschäfte der deutschen Exportwirtschaft an. Im ersten Halbjahr gingen Waren "Made in Germany" im Wert von 662,8 Milliarden Euro in alle Welt.

Das waren 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Besonders deutlich stiegen die Ausfuhren in die Länder der Europäischen Union - mit plus 5,4 Prozent. Im Handel außerhalb der EU gab es ein Plus von 1,9 Prozent.

Noch stärker als die Exporte legten nach einem Rekordwert im Juni die Importe zu. Sie stiegen in den ersten sechs Monaten um 4,8 Prozent auf 541,3 Milliarden Euro. Im Juni erreichten die Einfuhren mit 93,7 Milliarden Euro den Angaben zufolge den höchsten nachgewiesenen Monatswert. Die Ausfuhren stiegen im Juni um 7,8 Prozent auf 115,5 Milliarden Euro.

Trotz einer Annäherung ist der Handelskonflikt zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA noch nicht ausgestanden. Zugleich spitzt sich der Streit zwischen Washington und Peking zu. Das könnte auch deutsche Firmen treffen, die in China produzierte Waren in die Vereinigten Staaten ausführen.

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ssu/dpa/Reuters

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