Schwacher Jahresstart Deutsche Wirtschaft wächst überraschend langsam
Schweißer bei ThyssenKrupp: Die Exporte der deutschen Wirtschaft schwächeln
Foto: Inga Kjer/ picture alliance / dpaDie deutsche Wirtschaft hat zum Jahresauftakt spürbar an Schwung verloren. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, wuchs die Wirtschaftsleistung von Januar bis März um 0,3 Prozent zum Vorquartal. In den letzten drei Monaten des Jahres 2014 war das Bruttoinlandsprodukt noch um 0,7 Prozent gestiegen.
Die exportabhängige deutsche Wirtschaft leidet vor allem unter der wackligen Weltkonjunktur. Die Ausfuhren stiegen langsamer als die Einfuhren, wie die Statistiker erklärten. Besonders in großen Schwellenländern wie Russland und Brasilien läuft es derzeit nicht rund.
Stütze der Konjunktur bleibt dagegen der Konsum. "Die privaten Haushalte und der Staat erhöhten ihre Konsumausgaben", teilten die Statistiker mit. Auch die Investitionen legten zu. "Sowohl in Bauten als auch in Ausrüstungen wurde deutlich mehr investiert." Der Bauboom wird von den anhaltend niedrigen Zinsen befeuert.
Für das Gesamtjahr 2015 rechnet die Bundesregierung mit einem Wachstum von 1,8 Prozent. 2014 waren es 1,6 Prozent.
Besser als in Deutschland lief es zum Jahresstart in Frankreich. Dort wuchs die Wirtschaft im ersten Quartal um 0,6 Prozent, wie das Statistikamt Insee nach einer ersten Schätzung mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit dem Frühjahr 2013. Ende 2014 war die französische Wirtschaft noch stagniert.