Einkaufsmanagerindex: Deutsche Wirtschaft legt zu - DER SPIEGEL
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Einkaufsmanagerindex Deutsche Wirtschaft wächst so stark wie seit zweieinhalb Jahren nicht

Positive Signale aus der deutschen Wirtschaft: Der Einkaufsmanagerindex erreichte im Januar den höchsten Stand seit Juni 2011. Die Industrie profitiert vor allem von den milden Temperaturen.
Arbeiter in Friedrichshafen: Aufschwung für die deutsche Wirtschaft
Arbeiter in Friedrichshafen: Aufschwung für die deutsche Wirtschaft

Arbeiter in Friedrichshafen: Aufschwung für die deutsche Wirtschaft

Foto: Patrick Seeger/ picture alliance / dpa
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Berlin - Die deutsche Wirtschaft ist gut in das neue Jahr gestartet: Der Einkaufsmanagerindex stieg im Januar um 0,9 Punkte auf 55,9. Das teilte das Markit-Institut am Donnerstag  zu seiner Umfrage unter rund 800 Industrie- und Dienstleistungsfirmen mit. Das ist der höchste Stand seit Juni 2011. Ein Wachstum wird ab 50 Zählern signalisiert.

Insgesamt schafften die Unternehmen wieder neue Arbeitsplätze. "Dass der Jobaufbau allerdings schwächer ausfiel als in den beiden Vormonaten zeigt, dass der Wirtschaftsaufschwung kein Selbstläufer ist", sagte Oliver Kolodseike vom Markit-Institut.

Grund für die insgesamt höhere Wirtschaftsleistung sind vor allem die Produktionssteigerungen in der Industrie. Sie lagen deutlich höher als noch Ende 2013. Die Industrie profitierte dabei vom milden Wetter und vom besten Neugeschäft seit 32 Monaten. Vor allem Kunden von außerhalb der EU hätten spürbar mehr bestellt. Das Barometer für die Industrie kletterte um zwei auf 56,3 Punkte. Ökonomen hatten nur ein kleines Plus auf 54,6 Zähler erwartet.

Der Index für die Dienstleister stieg minimal um 0,1 auf 53,6 Zähler - im Vorfeld waren 54 Punkte prognostiziert worden. Die Unternehmen peilen für das laufende Jahr allerdings bessere Geschäfte an und zeigten sich optimistischer als noch zuletzt.

"Der dritte Jobaufbau in Folge, die steigenden Auftragsbestände und der enorme Schwung an Neuaufträgen sprechen allesamt für eine anhaltend hohe Wachstumsdynamik der deutschen Wirtschaft in den kommenden Monaten", sagte Kolodseike.

Euro-Wirtschaft startet stark

Auch die Wirtschaft der Euro-Zone ist im Januar so stark wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft kletterte um 1,1 auf 53,2 Punkte, wie Markit zu seiner Umfrage unter 5000 Unternehmen mitteilte. "Trotz der Wachstumsbeschleunigung steht der Aufschwung weiter auf wackligen Beinen", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie der Euro-Zone kletterte um 1,2 auf 53,9 Punkte. Das ist der höchste Stand seit annähernd drei Jahren. Ökonomen hatten lediglich 52,4 Zähler erwartet. Die verbesserte Nachfrage führte zum ersten Stellenaufbau seit Anfang 2012: "Die Industrie war auch im Januar Wachstumsmotor Nummer eins", sagte Williamson. Das Barometer für die Dienstleister legte um 0,9 auf 51,9 Punkte zu. Hier waren 51,4 Zähler erwartet worden.

aar/Reuters