Energie: EU will Marktmacht der Stromriesen bekämpfen - DER SPIEGEL
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Energie EU will Marktmacht der Stromriesen bekämpfen

Gegen die Marktmacht der großen deutschen Energieversorger bildet sich eine mächtige Allianz: Politiker in Brüssel und Berlin wollen den Wettbewerb beim Strom deutlich verstärken. Ziel ist ein funktionierender europäischer Binnenmarkt für Elektrizität.
Hochspannungsleitungen in Philippsburg: Neuen Anbietern den Markteintritt erleichtern
Hochspannungsleitungen in Philippsburg: Neuen Anbietern den Markteintritt erleichtern

Hochspannungsleitungen in Philippsburg: Neuen Anbietern den Markteintritt erleichtern

Foto: Daniel Roland/ AP
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Düsseldorf - Die vier großen Energiekonzerne E.on  , RWE  , EnBW   und Vattenfall Europe   müssen sich laut einem Zeitungsbericht auf massiven Druck der EU-Kommission, der Bundesregierung und des Bundeskartellamts einstellen. Grund sei die Marktmacht der Unternehmen, berichtete das "Handelsblatt".

Nach Ansicht von EU-Energiekommissar Günther Oettinger gebe es "längst noch nicht die technische, rechtliche und wirtschaftliche Grundlage für Wettbewerb" im Stromsektor. , weil es an Möglichkeiten für den Stromaustausch über Landesgrenzen hinweg mangele, sagte der Kommissar. Einzelne Unternehmen hätten daher in ihren "Stammgebieten" noch immer eine sehr starke Stellung.

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sagte dem "Handelsblatt", es gehöre zu den Zielen der Bundesregierung, den Wettbewerb im Stromsektor weiter auszubauen. Dazu müsse der europäische Strommarkt weiter zusammenwachsen, Hemmnisse müssten beseitigt werden.

Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte: "Dass der größte Teil der Erzeugungskapazitäten in der Hand weniger Versorger liegt, ist eine der Ursachen für hohe Strompreise." Der Umweltminister setzt auf eine . Sie erleichtere neuen Anbietern den Markteintritt und stärke den Wettbewerb.

Die Argumentation der Stromkonzerne, Preise bildeten sich längst über Landesgrenzen hinweg, ist auch aus Sicht der Kartellbehörden nicht überzeugend: "Da bin ich sehr zurückhaltend. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass der grenzüberschreitende Stromhandel allenfalls mit Österreich wirklich reibungslos funktioniert", sagte Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt dem "Handelsblatt".

mik/ddp/dpa