Energie EU will Marktmacht der Stromriesen bekämpfen
Hochspannungsleitungen in Philippsburg: Neuen Anbietern den Markteintritt erleichtern
Foto: Daniel Roland/ APNach Ansicht von EU-Energiekommissar Günther Oettinger gebe es "längst noch nicht die technische, rechtliche und wirtschaftliche Grundlage für Wettbewerb" im Stromsektor. , weil es an Möglichkeiten für den Stromaustausch über Landesgrenzen hinweg mangele, sagte der Kommissar. Einzelne Unternehmen hätten daher in ihren "Stammgebieten" noch immer eine sehr starke Stellung.
Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) sagte dem "Handelsblatt", es gehöre zu den Zielen der Bundesregierung, den Wettbewerb im Stromsektor weiter auszubauen. Dazu müsse der europäische Strommarkt weiter zusammenwachsen, Hemmnisse müssten beseitigt werden.
Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) sagte: "Dass der größte Teil der Erzeugungskapazitäten in der Hand weniger Versorger liegt, ist eine der Ursachen für hohe Strompreise." Der Umweltminister setzt auf eine . Sie erleichtere neuen Anbietern den Markteintritt und stärke den Wettbewerb.
Die Argumentation der Stromkonzerne, Preise bildeten sich längst über Landesgrenzen hinweg, ist auch aus Sicht der Kartellbehörden nicht überzeugend: "Da bin ich sehr zurückhaltend. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass der grenzüberschreitende Stromhandel allenfalls mit Österreich wirklich reibungslos funktioniert", sagte Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt dem "Handelsblatt".