Energiebestimmungen für Neubauten - DER SPIEGEL
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Energieeffizienz Regierung zwingt Häuslebauern strenge Regeln auf

Das wird teuer: Nach Plänen des Bundesbauministeriums sollen für Neubauten schärfere Standards für Energieeffizienz gelten. Unter anderem müssen Fenster dreifach verglast und Kellerdecken besser isoliert werden. Für die Sanierung von Altbauten gelten aber weiterhin die bisherigen Regeln.
Neue Bestimmungen: Neubauten müssen stärker isoliert werden
Neue Bestimmungen: Neubauten müssen stärker isoliert werden

Neue Bestimmungen: Neubauten müssen stärker isoliert werden

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa
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Berlin - Energie zu sparen war schon immer nicht ganz billig. Jetzt wird es noch mal deutlich teurer: Bis zu einer halben Milliarde Euro Zusatzkosten pro Jahr kommen auf Hausbesitzer und Wirtschaft zu, um Neubauten den strengen Regeln der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) anzupassen.

Für Mieter bedeute das, dass "Steigerungen bei künftig zu vermietenden neu gebauten Wohnungen und Häusern nicht auszuschließen" sind, heißt es im Entwurf der EnEV, der zurzeit zwischen den Ministerien abgestimmt wird.

Wie die "taz" berichtet, sieht das Papier unter anderem vor, dass Wohngebäude dreifach verglaste Fenster haben müssen. Auch sollen Kellerdecken besser isoliert werden. Diese Verschärfungen gelten aber nur für Wohngebäude, die nach Inkrafttreten der neuen EnEV gebaut werden. Für die Sanierung von Altbauten sollen weiterhin die Regeln aus dem Jahr 2009 gelten. Die Standards zur Wärmedämmung für Bürotürme und andere Gewerbebauten sollen sogar herabgesetzt werden.

Klimaschützer kritisieren diese Ausnahmen. "So wird die Bundesregierung niemals ihre eigenen Effizienzziele erreichen", sagte Ulf Sieberg vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) der Zeitung.

Hausbesitzer, die umweltfreundliche Heizungen einbauen, dürfen laut "taz" bei der Dämmung sparen. Das betrifft effiziente Gas- oder Öl-Brennwertheizungen, die mit Solaranlagen, Holzpellet-Kesseln oder Wärmepumpen kombiniert werden.

Kontrollieren will Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) die Klimafreundlichkeit der Wohngebäude mit Hilfe der Energieausweise. Bisher wird bei den Angaben zum Gebäudezustand, die Hauseigentümer in den Energiepässen machen müssen, häufig geschummelt. Zukünftig müssen die Ausweise bei den Ländern registriert werden. Damit soll eine stichprobenartige Überprüfung der Angaben ermöglicht werden.

cla/dpa

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