ESM-Chef Regling schimpft über den IWF - DER SPIEGEL
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Griechenland-Rettung ESM-Chef Regling schimpft über Internationalen Währungsfonds

Der Chef des Euro-Krisenfonds kritisiert den Internationalen Währungsfonds so scharf wie nie zuvor. Der IWF mache den Stabilitätspakt lächerlich, sagt Klaus Regling. Er wünscht sich daher langfristig ein rein europäisches Krisenmanagement.
Regling: Der IWF verstehe die Euro-Regeln nicht, sagt der ESM-Chef
Regling: Der IWF verstehe die Euro-Regeln nicht, sagt der ESM-Chef

Regling: Der IWF verstehe die Euro-Regeln nicht, sagt der ESM-Chef

Foto: © Hugo Correia / Reuters/ REUTERS
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Berlin - Der Internationale Währungsfonds (IWF) steht seit Beginn der Euro-Krise an der Seite Europas, doch das Verhältnis der Partner wird zunehmend schlechter, wie die neuesten Aussagen von ESM-Chef Klaus Regling zeigen. Der IWF mache mit seiner Kritik der Griechenland-Rettung den Stabilitätspakt lächerlich und erkläre sich selbst für die Schaffung von Wachstum zuständig, sagte Regling der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Damit baut er nicht nur einen falschen Gegensatz auf. Vor allem lässt er erkennen, dass er die Regeln unserer Währungsunion nicht versteht", fügte Regling hinzu.

Der Euro-Raum mit einer einheitlichen Geldpolitik und 17 nationalen Wirtschafts- und Fiskalpolitiken könne nur funktionieren, wenn die Regeln eingehalten werden. "Wenn der IWF das nicht versteht, ist das ein großes Problem", sagte Regling weiter.

Der Währungsfonds hatte in der vergangenen Woche unter anderem kritisiert, dass sich die Kommission zu sehr auf die Konformität der Reformvorgaben mit den EU-Regeln konzentriere und die Auswirkungen auf das Wachstum zu wenig beachte.

Regling plädierte dafür, die Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission auf lange Sicht abzuschaffen. Kurz- und mittelfristig solle der IWF an Bord bleiben, weil er die größte Erfahrung mit Hilfsprogrammen habe, sagte Regling. "Aber auf Dauer müssen die Euro-Staaten solche Programme selbst stemmen."

yes/Reuters