Schärfere Sanktionen EU will Gasimporte aus Iran verbieten
Gasfelder in Iran: Die Einfuhren in die EU sollen gestoppt werden
Foto: ? Morteza Nikoubazl / Reuters/ REUTERSBrüssel - Die Außenminister der EU wollen am 15. Oktober härtere Sanktionen gegen Iran beschließen. Diplomaten berichteten am Donnerstag, man habe sich darauf geeinigt, künftig auch den Import von iranischem Erdgas zu verbieten. Die Übereinkunft werde von den großen EU-Mitgliedsländern Deutschland, Frankreich und Großbritannien unterstützt.
Die EU hatte wegen des iranischen Atomprogramms bereits ein Importverbot für iranisches Öl und andere Sanktionen gegen den Energiesektor verhängt. Nach Protesten gegen die Wirtschaftspolitik und den Verfall der Landeswährung in Teheran hatte Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Mittwoch erklärt, die Sanktionen zeigten Wirkung.
Der Basar in der iranischen Hauptstadt blieb auch am Donnerstag geschlossen. Die iranische Währung Rial hat wegen der internationalen Sanktionen im Atomstreit in den vergangenen Tagen immer mehr an Wert verloren. Das führt schon jetzt zu einem sinkenden Lebensstandard in Iran. Nach Schätzungen Israels sind Iran durch das Embargo zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar an Öleinnahmen entgangen.
Iran steht im Verdacht, Kernwaffen zu entwickeln. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück. Gespräche der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands mit dem Iran haben bislang zu keinem Ergebnis geführt.