Euro-Gruppe: Spanier will Dijsselbloems Chefposten - DER SPIEGEL
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Kandidatur für Chefposten in Euro-Gruppe Spanier fordert Dijsselbloem heraus

Jeroen Dijsselbloem will eine zweite Amtszeit als Chef der Euro-Gruppe - doch nun hat auch der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos seine Kandidatur erklärt. Dem Favoriten von Kanzlerin Merkel werden kaum Chancen eingeräumt.
De Guindos, Dijsselbloem (Juni 2013): Niederländer ist Favorit
De Guindos, Dijsselbloem (Juni 2013): Niederländer ist Favorit

De Guindos, Dijsselbloem (Juni 2013): Niederländer ist Favorit

Foto: Nicolas Bouvy/ dpa
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Nun ist der Wahlkampf eröffnet: Amtsinhaber Jeroen Dijsselbloem und der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos wollen für den Vorsitz der Euro-Gruppe kandidieren. Dijsselbloem ist Finanzminister der Niederlande und Sozialdemokrat, sein Kontrahent de Guindos gehört dem konservativen Lager an.

Der Niederländer gab seine Kandidatur am Freitag öffentlich bekannt - und zeigte sich siegessicher. In Den Haag sagte der 49-Jährige: "Es scheint, breite Unterstützung zu geben, aber genau weiß man das erst nach dem Zählen der Stimmen."

Dijsselbloem wurde 2013 zum Vorsitzenden der Euro-Gruppe ernannt. Seine Amtszeit läuft zum 21. Juli ab. In den vergangenen Monaten hatte er in mehreren Eurostaaten um Unterstützung gebeten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich allerdings bereits früher für den spanischen Kandidaten Luis de Guindos ausgesprochen. Spanien will demnächst in Brüssel offiziell die Kandidatur des 55-jährigen konservativen Politikers präsentieren, hieß es in Madrid Regierungskreisen.

"Spanien genießt bei den Partnerländern Unterstützung", hieß es in Madrid. "Man wird die Anstrengungen anerkennen, die die Gesamtheit der spanischen Gesellschaft unternommen hat, und man wird die Wende würdigen, die in Spanien dank der Reformen eingeleitet wurde."

Allerdings werden de Guindos eher wenig Chancen eingeräumt . Er wäre der vierte Konservative auf einem der insgesamt fünf europäischen Chefposten.

fdi/dpa