Euro-Gruppen-Chef soll mächtiger werden - DER SPIEGEL
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"Super Mister Euro" Euro-Gruppen-Chef soll mächtiger werden

Noch ist der Posten nicht besetzt - einen neuen Namen aber hat er schon: "Super Mister Euro" heißt laut "Le Figaro" ab kommendem Jahr die Bezeichnung für den Euro-Gruppen-Chef. Denn Kanzlerin Merkel und Frankreichs Staatschef Hollande wollen offenbar dessen Macht stärken.
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Berlin/Paris - Die Besetzung des Postens verzögert sich. Doch dass sich die Macht des künftigen Euro-Gruppen-Chefs mehren soll, scheint nach Medienberichten schon jetzt beschlossene Sache zu sein. Der französischen Zeitung "Le Figaro" zufolge stimmen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef François Hollande darin überein, den Vorsitzenden der Euro-Gruppe ab kommendem Jahr zu stärken. Er solle demnach auf Augenhöhe mit dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, und der Chefin des Weltwährungsfonds (IMF), Christine Lagarde, agieren.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet , dass die Euro-Gruppe ihren Chefposten aufwerten wolle, um ihm größeres politisches Gewicht und internationales Ansehen zu verleihen. Der neue Vorsitzende, der den bisherigen Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker ablösen wird, könne damit der Prototyp eines wirklichen Euro-Finanzministers werden, heißt es in dem Bericht. "Le Figaro" nennt ihn eine Art "Super Mister Euro" .

Der Posten wecke demnach in Paris und Berlin gleichermaßen Begehrlichkeiten. In der Euro-Gruppe gibt es Streit um den Vorsitz, seit Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker Ende Juni vorerst verärgert abgelehnt hat, für weitere sechs Monate die Euro-Gruppe zu führen. Im Gespräch für den Posten war zuletzt auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, den aber Frankreichs Präsident Hollande ablehnt.

bos