Export-Ranking: Das sind Deutschlands Top-Handelspartner - DER SPIEGEL
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Export-Ranking Das sind Deutschlands Top-Handelspartner

Frankreich, Italien und die Niederlande: Deutschlands wichtigste Handelspartner sind größtenteils in der Europäischen Union zu finden. Im Vergleich zu 2008 brachen die Exportzahlen jedoch ein - nur das Geschäft mit China und Co. boomt.
Container in Shanghai: Positive Entwicklung der Exportbilanz mit China
Container in Shanghai: Positive Entwicklung der Exportbilanz mit China

Container in Shanghai: Positive Entwicklung der Exportbilanz mit China

Foto: Eugene Hoshiko/ AP
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Wiesbaden - Der Export aus Deutschland ist im Sog der weltweiten Wirtschaftskrise stark zurückgegangen - doch auch 2009 wurden Güter für Hunderte Milliarden Euro ausgeführt. Die wichtigsten Handelspartner sind dabei in der Europäischen Union zu finden: An der Spitze liegt Frankreich, das Waren im Wert von rund 82 Milliarden Euro aus Deutschland importierte. Das sind 12,6 Prozent weniger als noch 2008, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde hatte der Bundesrepublik am Montag vorgeworfen, die eigenen Handelsüberschüsse auf immer neue Höchststände zu treiben - und schwächeren EU-Staaten damit zu schaden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die deutsche Export-Vormacht verteidigt.

Neben Frankreich gehören mit Italien, den Niederlanden und Großbritannien weitere EU-Mitgliedstaaten zu Deutschlands Top-Handelspartnern. Das bedeutendste Exportland außerhalb der EU waren die Vereinigten Staaten. Allerdings ging der Wert der dorthin ausgeführten Güter im Vergleich zu 2008 um fast 25 Prozent zurück.

Positiv entwickelte sich dagegen die Exportbilanz mit China (siehe Tabelle), das erstmals zu den zehn wichtigsten Absatzmärkten gehört. Auch die Ausfuhren nach Indien stiegen - im vierten Quartal 2009 um 18,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 2,4 Milliarden Euro. Der Export nach Brasilien legte im letzten Quartal des Vorjahres um 9,6 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu.

Export aus Deutschland in ausgewählte Länder 2009

in Milliarden Euro Veränderung zum Vorjahr in Prozent
gesamt 808 -17,9
Frankreich 82 -12,6
USA 54 -24,6
Niederlande 54 -17,7
Großbritannien 53 -17,2
Italien 51 -17,7
China 37 +7,0
Russland 21 -36,6
Quelle: Statistisches Bundesamt, vorläufige Daten

Beim Import entwickelte sich auch die Bilanz mit China negativ (siehe Tabelle). Im Vergleich zu den weiteren Top-Handelspartnern der Bundesrepublik - den Niederlanden, Frankreich, Italien und den USA - fiel der Rückgang zu 2008 mit knapp neun Prozent jedoch deutlich moderater aus. Insgesamt führte Deutschland im vergangenen Jahr Güter für rund 674 Milliarden Euro ein.

Import nach Deutschland aus ausgewählten Ländern 2009

in Milliarden Euro Veränderung zum Vorjahr in Prozent
gesamt 674 -16,4
Niederlande 58 -14,6
Frankreich 55 -13,9
China 55 -8,8
Italien 40 -15,3
USA 40 -14,1
Großbritannien 33 -20,3
Russland 25 -33,0
Quelle: Statistisches Bundesamt, vorläufige Daten
wit