EZB lässt Leitzins unverändert - DER SPIEGEL
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EZB-Entscheidung Leitzins bleibt, wo er ist

Die EZB belässt den Leitzins auf seinem Rekordtief. Auch im Oktober können sich Finanzinstitute für Zinsen von 0,75 Prozent Geld bei der Zentralbank leihen. Auch die britische Notenbank entschied sich, ihren wichtigsten Zins vorerst nicht anzutasten - ebenso wie ihr Anleihenkaufprogramm.
Bankenmetropole Frankfurt: Geld bleibt günstig
Bankenmetropole Frankfurt: Geld bleibt günstig

Bankenmetropole Frankfurt: Geld bleibt günstig

Foto: dapd
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Ljubljana/Frankfurt - In der Euro-Zone bleibt Geld für die Banken günstig. Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt ihren Leitzins auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent. Das beschloss der EZB-Rat am Donnerstag im slowenischen Ljubljana. Das oberste Entscheidungsgremium der EZB tagt jedes Jahr zwei Mal außerhalb von Frankfurt.

Zwar steckt die Wirtschaft im Euro-Raum weiter in der Rezession, was eigentlich für eine Lockerung der Geldpolitik spricht. Andererseits ist Zentralbankgeld für Banken bereits so günstig wie nie seit Einführung des Euro 1999. Deshalb ist die Wirkung einer weiteren Zinssenkung umstritten.

Zudem zeigt sich die Inflation auch wegen steigender Energiekosten und etwa der kräftigen Erhöhung der Mehrwertsteuer in Spanien unerwartet hartnäckig. Im September kletterte die jährliche Teuerungsrate nach einer ersten Schätzung der europäischen Statistikbehörde Eurostat nochmals leicht auf 2,7 Prozent. Sie liegt damit deutlich über der Warnschwelle der EZB, die stabile Preise bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewahrt sieht.

Anfang September hatten die Währungshüter angekündigt, notfalls unbegrenzt Anleihen von Euro-Krisenstaaten zu kaufen, um so die Zinslast für angeschlagene Schwergewichte wie Spanien und Italien zu drücken. Nach der Ankündigung war das Zinsniveau beider Länder am Anleihemarkt tatsächlich deutlich zurückgegangen. "Die Extremrisiken sind beträchtlich gesunken und die Spannungen an den Finanzmärkten haben spürbar nachgelassen", schreibt Marco Valli, Chefökonom für die Euro-Zone bei der Bank Unicredit  .

Kurz vor der EZB verkündete die britische Notenbank ihre Entscheidung, den Leitzins von derzeit 0,5 Prozent ebenfalls unverändert zu lassen. Auch ihr milliardenschweres Anleihekaufprogramm würde nicht angetastet, teilte die Bank of England mit. Sie hatte ihre Anleihekäufe zuletzt im Juli um 50 Milliarden auf insgesamt 375 Milliarden britische Pfund aufgestockt.

dab/dpa

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