Fed baut milliardenschweres Konjunkturprogramm weiter ab - DER SPIEGEL
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US-Notenbank Fed baut Hilfen für erstarkte US-Wirtschaft weiter ab

Die US-Notenbank setzt den Ausstieg aus dem Hilfsprogramm für die Wirtschaft fort. Die Fed unter Chefin Janet Yellen kündigte an, den Aufkauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren weiter zu drosseln.
Fed-Chefin Janet Yellen: Notenbank bleibt auf Kurs
Fed-Chefin Janet Yellen: Notenbank bleibt auf Kurs

Fed-Chefin Janet Yellen: Notenbank bleibt auf Kurs

Foto: Shawn Thew / dpa
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New York - Die US-Wirtschaft wächst, die Fed reagiert darauf. Vor der Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch wurde bekannt, dass das Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten von April bis Juni aufs Jahr hochgerechnet um vier Prozent zugelegt hat. Nun setzt die Fed den Ausstieg aus ihrem Hilfsprogramm für die Wirtschaft unverändert fort. Der Erwerb von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren werde zum sechsten Mal in diesem Jahr um 10 Milliarden Dollar pro Monat zurückgefahren, wie die Zentralbank mitteilte.

Damit sinken die Ankäufe von ursprünglich 85 auf künftig 25 Milliarden Dollar monatlich. Der Leitzins bleibt unverändert zwischen null und 0,25 Prozent. Auf diesem Rekordtief liegt er seit der globalen Finanzkrise 2008.

Das Ende der Nullzinspolitik wurde ursprünglich frühestens für Anfang 2015 erwartet. Kürzlich hatte Fed-Chefin Janet Yellen jedoch angedeutet, dass eine Zinserhöhung auch früher kommen könnte - wenn die Arbeitslosigkeit weiter sinkt. Die lockere Geldpolitik der US-Notenbanker gilt als einer der Hauptgründe für die gute Kursentwicklung an den Börsen.

Der Offenmarktausschuss der Fed stellte in seiner Erklärung fest, dass sich die US-Wirtschaft von dem winterbedingten Einbruch zu Jahresbeginn erholt habe. Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessere sich weiter, allerdings gebe es hier noch eine "signifikante Unterauslastung" der Ressourcen.

Nach der Wachstumsdelle im ersten Quartal zog die Konjunktur wieder kräftig an. US-Präsident Barack Obama gab sich in einer ersten Reaktion hochzufrieden. "Unsere Wirtschaft wächst mit großer Stärke", sagte er. Zudem gehe auch die Arbeitslosigkeit erfreulich zurück. Der positive Trend sei vor allem auf gestiegenen Konsum, private Investitionen sowie auf den Export zurückzuführen.

Die Finanzmärkte reagierten kaum auf die Fed-Entscheidung. Der Euro notierte bei 1,3392 US-Dollar und lag damit minimal über dem Stand von vor der Veröffentlichung. Die US-Aktienmärkte legten leicht zu. US-Staatsanleihen machten einen kleinen Teil ihrer vorherigen Verluste wett.

mia/dpa/Reuters