Brexit-Folgen Finanzlobby verspricht Zehntausende neue Jobs für Region Frankfurt
Skyline von Frankfurt am Main
Foto: Frank Rumpenhorst/ dpaFrankfurt am Main und die gesamte Rhein-Main-Region können durch den Brexit auf Zehntausende neue Arbeitsplätze außerhalb des Bankensektors hoffen. Das haben Wissenschaftler der Otto Beisheim School of Management im Auftrag der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance berechnet.
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass in der gesamten Region im besten Falle bis zu 88.000 neue Stellen außerhalb der Finanzbranche entstehen könnten. Sie könnten demnach etwa in der Immobilienbranche, im Bereich wissenschaftlicher und technischer Dienstleistungen, aber auch in der verarbeitenden Industrie oder im Kfz-Handel geschaffen werden.
Denn aufgrund des geplanten Austritts Großbritanniens aus der EU erwarten die Studienautoren, dass einige Banken ihre Standorte von London aus nach Frankfurt verlagern. Das führe auch zu zusätzlichen Jobs außerhalb des Bankgewerbes. "Die Rechenmodelle zeigen, dass durch einen initialen Schock, also die zusätzlichen Jobs in der Finanzindustrie durch den Brexit, der langfristige Wachstumspfad verändert wird", sagte Mitautor Moritz Noll. Die Wachstumseffekte auf dem Arbeitsmarkt könnten noch deutlich höher sein, als es der Ersteffekt vermuten lasse. Es sei "noch Luft nach oben".
Frankfurt Main Finance versteht sich als "Stimme des Finanzplatzes Frankfurt Rhein-Main". Zu den mehr als 40 Mitgliedern der Initiative zählen außer dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt unter anderem zahlreiche Banken, Versicherungen sowie die Börse.