+++Newsticker zur Griechenlandkrise+++ Viele Ökonomen rechnen mit griechischem Euro-Aus
Stunde der Pessimisten: Laut einer Umfrage erwartet eine Mehrheit der Ökonomen einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Die Entwicklungen im Newsticker.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Sort by
Christian Teevs
Ökonomen werden pessimistischer: In einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter 57 Ökonomen erklären rund 55 Prozent, dass sie mit einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone rechnen. Es ist das erste Mal, dass eine Mehrheit in diesen Reuters-Umfragen von einem solchen Schritt ausgeht.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Liebe Leser, der Newsblog schließt für heute. Die Kollegen aus dem Politik- und aus dem Wirtschaftsressort versorgen Sie weiter mit Nachrichten, Analysen und Hintergründen. Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Abend.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Der Kollege Stefan Kaiser hat aufgeschrieben, was den Griechen in den kommenden Tagen droht.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls sagt, ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone wäre ein Zeichen der Machtlosigkeit. Frankreich weigere sich, das zu akzeptieren. Griechenland brauche Klarheit, wie mit seinen Schulden umgegangen wird.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Die Bundesregierung erklärte sich erneut im Grundsatz zu humanitären Hilfsleistungen für Griechenland bereit. "Wir werden sehen, an welchen Stellen Hilfe gebraucht wird", sagte Vizeregierungssprecherin Christiane Wirtz. Die Bundesregierung werde die Entwicklung der humanitären Lage in Griechenland "sorgfältig beobachten". Konkrete Hilfsprogramme, etwa zur Versorgung von Griechen mit Medikamenten, seien aber bislang nicht bekannt.
Das Auswärtige Amt wies darauf hin, dass bei humanitären Hilfen für Griechenland "Europa als Ganzes" gefordert wäre. Deutschland würde dann seinen Anteil leisten. "Derzeit steht das für uns noch nicht auf der Tagesordnung", sagte eine Sprecherin aber weiter.
Das Auswärtige Amt wies darauf hin, dass bei humanitären Hilfen für Griechenland "Europa als Ganzes" gefordert wäre. Deutschland würde dann seinen Anteil leisten. "Derzeit steht das für uns noch nicht auf der Tagesordnung", sagte eine Sprecherin aber weiter.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
TiloJung
Bester BPK-Clip ever:
Die Bundesregierung erklärt "europäische Solidarität" am Beispiel von @JungNaiv in der BPK youtube.com/watch?v=1RnXEP…
Die Bundesregierung erklärt "europäische Solidarität" am Beispiel von @JungNaiv in der BPK youtube.com/watch?v=1RnXEP…
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
SPD im Bundestag
.@schneidercar: „Stehen bereit, #Griechenland im #Euro zu halten, aber Bedingungen nun deutlich verschlechtert." spdfraktion.de/themen/tsipras… #ESM
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Die jüngsten Ereignisse im Überblick:
- Die griechische Regierung hat einen Antrag für ein drittes Hilfspaket beim Euro-Rettungsfonds ESM gestellt. Dieses soll nach Angaben aus EU-Kreisen über drei Jahre laufen. Konkrete Vorschläge will Athen am Donnerstag unterbreiten.
- Ob es zu einem dritten Hilfspaket kommt, soll bis zu einem Sondergipfel am Sonntag entschieden werden. Bis Donnerstagabend muss Athen zunächst eine umfangreiche Reformliste einreichen, die dann von den Geldgebern geprüft wird.
- Ein Sprecher von Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem teilte mit, der Hilfsantrag werde noch am Mittwoch durch die Arbeitsgruppe der Eurostaaten geprüft. Eine zunächst geplante Telefonkonferenz der Eurofinanzminister werde es nicht geben.
- Die griechische Regierung hat einen Antrag für ein drittes Hilfspaket beim Euro-Rettungsfonds ESM gestellt. Dieses soll nach Angaben aus EU-Kreisen über drei Jahre laufen. Konkrete Vorschläge will Athen am Donnerstag unterbreiten.
- Ob es zu einem dritten Hilfspaket kommt, soll bis zu einem Sondergipfel am Sonntag entschieden werden. Bis Donnerstagabend muss Athen zunächst eine umfangreiche Reformliste einreichen, die dann von den Geldgebern geprüft wird.
- Ein Sprecher von Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem teilte mit, der Hilfsantrag werde noch am Mittwoch durch die Arbeitsgruppe der Eurostaaten geprüft. Eine zunächst geplante Telefonkonferenz der Eurofinanzminister werde es nicht geben.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Diese Weltkarte der Kollegen aus dem Wirtschaftsressort gibt eine Übersicht, welche Staaten seit 1800 pleitegegangen sind.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
US-Finanzminister Jack Lew fordert Griechenland und Europa zu einer Lösung im Schuldenstreit auf. Eine Einigung wäre wichtig für die wirtschaftliche und politische Stabilität in Europa, sagte Lew. Die griechische Schuldenlast sei nicht tragbar.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Laut dem Verband der griechischen Pharmagroßhändler gibt es bisher noch keine nennenswerten Engpässe in der Versorgung mit Medikamenten. Das bestätigte auch der Präsident des Apothekerverbandes, Kostas Lourantos, der Zeitung "Kathimerini".
Noch sei die Lage normal, sagte einer der größten griechischen Pharmagroßhändler der dpa. Dies könne sich aber "schnell ändern". Zu Engpässen könnte es demnach kommen, wenn der zuständige Kontrollausschuss des Finanzministeriums kein grünes Licht für Medikamentenimporte gebe.
Noch sei die Lage normal, sagte einer der größten griechischen Pharmagroßhändler der dpa. Dies könne sich aber "schnell ändern". Zu Engpässen könnte es demnach kommen, wenn der zuständige Kontrollausschuss des Finanzministeriums kein grünes Licht für Medikamentenimporte gebe.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Touristen in Athen: Last-Minute-Buchungen sind eingebrochen. (Foto: Reuters)
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Die Zahl der Last-Minute-Buchungen von Reisen nach Griechenland ist dramatisch eingebrochen. Sie sei seit der Ankündigung des inzwischen abgehaltenen Referendums vor anderthalb Wochen um 30 Prozent zurückgegangen, sagte der Chef des griechischen Tourismusverbands, Alexander Lamnidis, der Nachrichtenagentur AFP. Für gewöhnlich handelt es sich bei etwa jeder fünften Urlaubsreise nach Griechenland um eine Last-Minute-Reise.
Die Tourismusbranche ist für die griechische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Im vergangenen Jahr machten laut griechischem Tourismusverband 24 Millionen Menschen Urlaub in Griechenland und gaben dafür 13,5 Milliarden Euro aus. Die Branche hofft für dieses Jahr auf 25 Millionen Reisende.
Die Tourismusbranche ist für die griechische Wirtschaft von entscheidender Bedeutung. Im vergangenen Jahr machten laut griechischem Tourismusverband 24 Millionen Menschen Urlaub in Griechenland und gaben dafür 13,5 Milliarden Euro aus. Die Branche hofft für dieses Jahr auf 25 Millionen Reisende.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat Deutschland angesichts der "dramatischen" Lage von Flüchtlingen in Griechenland zum Handeln aufgefordert. "Wir sehen hungernde Flüchtlinge", berichtete Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt der Nachrichtenagentur AFP von der griechischen Insel Kos.
Die vor allem aus dem Bürgerkriegsland Syrien stammenden Flüchtlinge würden von den Behörden weder mit Wasser noch mit Nahrung versorgt, weil der griechische Staat kein Geld mehr habe. "Ähnliches hören wir von der Insel Lesbos."
Die vor allem aus dem Bürgerkriegsland Syrien stammenden Flüchtlinge würden von den Behörden weder mit Wasser noch mit Nahrung versorgt, weil der griechische Staat kein Geld mehr habe. "Ähnliches hören wir von der Insel Lesbos."
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Shops in Athen: Händler verkaufen T-Shirts mit dem Aufdruck: "Eat more feta to reduce Greek debt". (Foto: AP)
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Markt in Athen: Die Auszahlung an den Geldautomaten bleibt auf 60 Euro begrenzt, die Banken bleiben auch am Donnerstag geschlossen. (Foto: Reuters)
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Peter Maxwill
Das war's dann wohl vorerst mit der Hoffnung auf russische Hilfe: Der Chef der russischen VTB-Bank Andrey Kostin hat sich gegen die Unterstützung des überschuldeten Griechenlands ausgesprochen. "Das ist das Problem von Europa", sagte der Chef des zweitgrößten russischen Geldinstituts der Nachrichtenagentur Reuters zufolge. Russland sei nicht in der Position, in die Krise einzugreifen.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Die Bundesregierung fordert eine Lösung des Schuldenstreits bis Sonntag. Der Antrag müsse eine "genaue Darstellung dessen, was Griechenland an Reformvorhaben auf den Weg bringen wird" enthalten, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. "Dieser Antrag muss umfassend sein. Es wird nicht langen, einen Brief zu schreiben und dort mitzuteilen, dass Griechenland ein ESM-Programm wünscht."
Andernfalls müsse man über andere Möglichkeiten nachdenken. Die Bundesregierung sei auf alle denkbaren Entwicklungen vorbereitet, fügte der Sprecher mit Blick auf einen Grexit hinzu.
Andernfalls müsse man über andere Möglichkeiten nachdenken. Die Bundesregierung sei auf alle denkbaren Entwicklungen vorbereitet, fügte der Sprecher mit Blick auf einen Grexit hinzu.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Aus dem Hilfsantrag der griechischen Regierung geht hervor, dass Griechenland bereit ist, im Gegenzug für weitere Hilfen womöglich bereits in der kommenden Woche Maßnahmen für eine Renten- und Steuerreform durchzuführen.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Peter Spiegel
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Ιουδίθ Lindner
#Tsipras - In den letzten 5 Monaten haben wir mehr verhandelt als regiert.
Es ist unsere gemeinsame Pflicht, #Griechenland zu verändern
Es ist unsere gemeinsame Pflicht, #Griechenland zu verändern
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Tsipras: "Es geht um die Zukunft der Eurozone." (Foto: dpa)
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Christian Teevs
Tsipras für Abschaffung von sehr frühem Ruhestand: Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras spricht sich im EU-Parlament dafür aus, die Möglichkeit abzuschaffen, sehr früh in den Ruhestand zu gehen. Für Donnerstag kündigte er "sehr konkrete" Vorschläge zur Lösung der Krise an.
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email
Max Bank
#Tsipras: Es geht nicht um die Zukunft von #Griechenland, sondern um die Zukunft der #Eurozone. #Greece twitter.com/Mich_ka/status…
Copy link
Share on Facebook
Share on X
Share via email