Griechenland-Überweisung gefährdet, ESM warnt vor Zahlungsaufschub - DER SPIEGEL
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Euro-Rettungsschirm Milliardenüberweisung nach Griechenland ist gefährdet

Die Auszahlung der nächsten Griechenland-Kredite steht an, doch das Land ist mit seinen Reformbemühungen in Verzug. Vertreter der Euro-Gruppe erwarten nach SPIEGEL-Informationen den nächsten Verhandlungspoker.
Griechische Ein-Euro-Münze (Symbolbild)
Griechische Ein-Euro-Münze (Symbolbild)

Griechische Ein-Euro-Münze (Symbolbild)

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei ihrem Treffen am kommenden Montag entscheiden die Euro-Finanzminister über die Auszahlung einer weiteren Hilfstranche an Griechenland. Doch die Regierung unter Premier Alexis Tsipras hat erst die Hälfte der dafür notwendigen Reformmaßnahmen auf den Weg gebracht.

Nach SPIEGEL-Informationen ist damit eine Überweisung von 2,8 Milliarden Euro gefährdet. Vor allem beim Aufbau des Privatisierungsfonds und der Liberalisierung des Energiesektors sind die Griechen in Verzug. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Der europäische Rettungsschirm ESM warnt vor einem Aufschub der Zahlungen. Dies könne die Lage destabilisieren. Unbedingt angewiesen auf die Mittel ist die griechische Regierung jedoch nicht. Sie könnte wie im vergangenen Jahr die Kassen staatlicher Unternehmen plündern, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. Damit würde der griechische Staat nur Rückstände durch neue ersetzen, warnen Vertreter der Euro-Gruppe. Sie rechnen mit einem Verhandlungspoker bis zum letzten Augenblick.

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