Überschuss Griechenland will die Ärmsten beschenken
Suppenküche in Athen
Foto: JOHN KOLESIDIS/ REUTERSDie griechische Regierung will mit dem für dieses Jahr erwarteten Einnahmenüberschuss ärmeren Bevölkerungsgruppen helfen. Das Geld solle an die Menschen verteilt werden, die am stärksten unter der jahrelangen Finanzkrise gelitten hätten, sagte ein Regierungssprecher.
Der Verteilungsspielraum liege nahe einer Milliarde Euro, sagte der Sprecher. Das genaue Volumen der "Sozial-Dividende" und die Modalitäten der Verteilung würden im November festgelegt. Grundlage sollen die dann vorliegenden Budget-Zahlen für das laufende Jahr sein.
Die Regierung in Athen erwartet für 2017 nach Jahren der Rezession ein Wirtschaftswachstum von fast zwei Prozent und einen Primärüberschuss von 2,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das mit den Gläubigerstaaten ausgehandelte Ziel liegt bei 1,75 Prozent. Beim Primärüberschuss werden die Kosten für Altschulden nicht berücksichtigt. Der Boom im Tourismus trug erheblich zum Wachstum bei.
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Mit einer Quote von 21 Prozent ist die Arbeitslosigkeit in Griechenland so hoch wie in keinem anderen Euroland. Im August 2018 läuft das dritte Hilfspaket im Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro aus.