Hambacher Forst: 14 Festnahmen und acht Verletzte bei Protesten am Sonntag - DER SPIEGEL
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Hambacher Forst Acht Verletzte und 14 Festnahmen bei Protesten

Im Hambacher Forst hat es am Sonntag Zusammenstöße zwischen Aktivisten und der Polizei gegeben, acht Menschen wurden verletzt. Die Räumung der Baumhäuser von Braunkohlegegnern soll weitergehen.
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Bei den Protesten gegen die Räumung und geplante Rodung des Waldes im Hambacher Forst sind am Sonntag acht Menschen verletzt worden, darunter drei Polizisten. Das teilte die Polizei Aachen in der Nacht zu Montag mit . Demnach wurden am Sonntag zudem 14 Demonstranten festgenommen und gegen 27 Menschen Platzverweise ausgesprochen.

Mehrere Tausend Demonstranten hatten am Sonntag an der Grenze zum Hambacher Forst den Erhalt des Waldes westlich von Köln und einen schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung gefordert. Die Polizei sprach von mehr als 4000 Demonstranten, die verschiedenen Aktivistengruppen von 5000 bis zu 9000 Teilnehmern. Die Lage spitzte sich am Nachmittag zu, als rund 200 Demonstranten in den von der Polizei abgesperrten Wald vordrangen.

In einigen Fällen hätten die Beamten "körperliche Gewalt, Schlagstock und auch Reizgas einsetzen müssen, um das unkontrollierte Vordringen in den Gefahrenbereich des Forsts zu verhindern", hieß es von der Polizei. Die Demonstranten hätten bis in den Abend hinein versucht, zu den bereits geräumten Baumhäusern vorzudringen. Dabei sei es immer wieder zu Konfrontationen mit Polizeibeamten gekommen.

Seit Donnerstag wurden den Angaben zufolge 28 von rund 50 Baumhäusern der Braunkohlegegner geräumt und 19 davon abgebaut.

In der Nacht zu Montag sei es dann ruhig geblieben, sagte eine Sprecherin am frühen Montagmorgen. Die Polizei will demnach ab 7 Uhr die Räumung der Baumhäuser von Braunkohlegegnern fortsetzen. "Wir haben noch Arbeit vor uns."

Der Energiekonzern RWE will im Herbst weite Teile des Hambacher Forsts westlich von Köln abholzen, um weiter Braunkohle abbauen und benachbarte Braunkohlekraftwerke weiterbetreiben zu können. Die Baumhäuser der Aktivisten gelten als Symbol des Widerstands gegen die Kohle  und die damit verbundene Klimabelastung. In dem Waldstück stehen jahrhundertealte Buchen und Eichen.

aar/dpa/AFP