Inflation auf höchstem Stand seit Juli 2013 - DER SPIEGEL
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Verbraucherpreise Inflation auf höchstem Stand seit Juli 2013

Verbraucher müssen in Deutschland wieder tiefer in die Tasche greifen: Die Inflationsrate lag im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 1,9 Prozent. Volkswirte gehen jedoch davon aus, dass der Trend bald wieder nachlassen wird.
Supermarktkasse
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Foto: Daniel Roland/ AP
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Die Verbraucherpreise haben im Januar erneut kräftig zugelegt. Die Inflationsrate lag verglichen mit dem Vorjahresmonat bei 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Das ist demnach der höchste Stand seit Juli 2013.

Bereits im Dezember hatten steigende Kosten für Energie und Lebensmittel die Inflationsrate kräftig in die Höhe getrieben. Sie stieg im letzten Monat des Jahres auf 1,7 Prozent, nachdem sie von Januar bis November jeweils unter einem Prozent gelegen hatte.

Vor allem steigende Ölpreise treiben die Preise nach oben: Energie war um 5,8 Prozent teurer als vor Jahresfrist. Nahrungsmittel wurden um 3,2 Prozent teurer.

Diese Entwicklung könnte eine Gefahr für die deutsche Wirtschaft bedeuten. Denn steigende Energiepreise können den Konsum bremsen. Denn wenn Verbraucher mehr Geld fürs Tanken und Heizen ausgeben müssen, bleibt weniger Spielraum für andere Anschaffungen. Der Konsum war zuletzt die wichtigste Stütze für das deutsche Wirtschaftswachstum.

Volkswirte gehen jedoch davon aus, dass der Trend zu höheren Inflationsraten infolge steigender Ölpreise in den kommenden Monaten wieder nachlassen wird. Einen rasanten Anstieg der Verbraucherpreise erwarten Ökonomen für das Gesamtjahr nicht. Die Bundesbank etwa rechnet mit einer moderaten Teuerungsrate von 1,4 Prozent im Jahr 2016.

hej/Reuters/AFP