Inflation in der Euro-Zone zieht an - DER SPIEGEL
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Verbraucherpreise Inflation in der Euro-Zone zieht an

Erstmals seit Monaten steigen die Preise in der Euro-Zone wieder schneller. Die Inflationsrate lag im Mai bei 1,4 Prozent - im Vormonat waren es noch 1,2 Prozent gewesen. Die Zahl der Arbeitslosen wuchs erneut.
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Luxemburg - Die Inflation in der Euro-Zone bleibt trotz des ersten Anstiegs seit August 2012 auf niedrigem Niveau. Die Jahresteuerung stieg im Mai wie von Experten erwartet auf 1,4 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Im April lag die Inflationsrate noch bei 1,2 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau seit Februar 2010. In Deutschland lag die Inflationsrate im Mai bei 1,5 Prozent.

Der leichte Preisauftrieb dürfte aber noch lange kein Alarmzeichen für die Europäische Zentralbank (EZB) sein. Sie spricht bei Werten von knapp zwei Prozent von stabilen Preisen. Anfang Mai hatte die EZB den Leitzins im Währungsraum auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt, um der Euro-Zone aus der Rezession zu verhelfen. Die EZB-Spitze dürfte beim Treffen in der kommenden Woche an den derzeitigen Zinsen festhalten. Die große Mehrheit der rund 80 von Reuters befragten Ökonomen rechnet nicht mit einer weiteren Zinssenkung am 6. Juni und erwartet diesen Schritt auch nicht in den kommenden Monaten.

Krise auf dem Arbeitsmarkt

Die Krise auf dem Arbeitsmarkt der Euro-Zone setzt sich fort: Die Zahl der Arbeitslosen steigt, betroffen sind weiterhin besonders die Südländer und junge Menschen. Die Arbeitslosenquote in den 17 Euro-Ländern kletterte im April auf 12,2 Prozent, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Im Vormonat hatte der Wert noch bei 12,1 Prozent gelegen. Damit waren in der Eurozone 19,375 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit. In der gesamten EU sind es 26,588 Millionen (11,0 Prozent).

Besonders hart trifft die Krise auf dem Arbeitsmarkt weiterhin die südeuropäischen Länder. In Griechenland und Spanien (26,8 Prozent) lag die Quote bei über 25 Prozent. In Portugal hatten 17,8 Prozent der Männer und Frauen keine Arbeit.

Deutschland gehört zu der Gruppe der Länder mit den geringsten Arbeitslosenzahlen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,4 Prozent, nur in Österreich ist sie mit 4,9 Prozent niedriger.

cte/Reuters/AFP