Inflation steigt auf höchsten Stand seit 2014 - DER SPIEGEL
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Ifo-Prognose Die Inflation kehrt zurück

Die Zeit stabiler Preise geht offenbar zu Ende. In der Eurozone klettert die Inflation auf den höchsten Stand seit 2014. Und in Deutschland wird sie sich im kommenden Jahr laut einer Prognose verdreifachen.
Euroscheine
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Foto: LEONHARD FOEGER/ REUTERS
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Die Inflation in der Eurozone ist auf das höchste Niveau seit Sommer 2014 gestiegen. Die Verbraucherpreise lagen Eurostat zufolge im November um 0,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Auch im kommenden Jahr dürfte die Geldentwertung wieder zulegen, vor allem in Deutschland. Das Ifo-Institut geht davon aus, dass die Teuerungsrate 2017 mit 1,5 Prozent dreimal so hoch ausfallen wird wie im zu Ende gehenden Jahr. 2018 dürfte sie demnach sogar bei 1,7 Prozent liegen, heißt es in der Prognose.

Der Grund dafür - und für die steigende Inflation im gesamten Euroraum - seien die auslaufenden Effekte des niedrigen Ölpreises. "Die deutsche Inflation ist nahe an dem Ziel der Europäischen Zentralbank", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest unter Bezug auf den von der EZB angestrebten Wert von knapp unter zwei Prozent. "Da für den Euroraum insgesamt eine ähnliche Entwicklung erwartet wird, sollte die EZB den Ausstieg aus den Anleihekäufen beschleunigen."

Erst vorige Woche hatte die Notenbank die Anleihekäufe um neun Monate bis Ende Dezember 2017 verlängert, allerdings bei einem niedrigeren monatlichen Umfang.

Das Ifo-Institut hob zugleich seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im kommenden Jahr von 1,4 auf 1,5 Prozent an. "Alle Anzeichen deuten auf ein viertes Quartal 2016, das stärker ist als bislang gedacht", sagte Fuest. "Diesen Schwung nehmen wir mit ins neue Jahr." Für das zu Ende gehende Jahr geht das Institut weiter von 1,9 Prozent aus. "Der Tempowechsel von 2016 ist nur auf eine geringere Zahl von Arbeitstagen zurückzuführen", sagte Fuest. Für 2018 hob sein Institut die Prognose von 1,6 auf 1,7 Prozent an.

Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte bis dahin um fast 700.000 auf 44,2 Millionen klettern, die der Arbeitslosen bei 2,7 Millionen verharren - ungeachtet des Zustroms der Flüchtlinge auf den Arbeitsmarkt. Wegen der Ausgaben für Flüchtlinge dürfte der Überschuss im Staatshaushalt von 21,5 Milliarden in diesem Jahr auf 9,2 Milliarden Euro im Jahr 2018 schmelzen. Die Exportüberschüsse bleiben dagegen auf hohem Niveau und dürften 2018 auf 270 Milliarden Euro steigen.

nck/dpa/Reuters