Inflationsrate in Eurozone gesunken - DER SPIEGEL
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Billige Energie Inflationsrate in Eurozone rutscht ins Minus

Die niedrigen Energiepreise drücken die Verbraucherpreise in der Eurozone. Im September kosteten Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs im Schnitt sogar weniger als noch vor einem Jahr. Es ist der erste Rückgang seit einem halben Jahr.
Tankstelle in Frankfurt: Energiepreise fallen
Tankstelle in Frankfurt: Energiepreise fallen

Tankstelle in Frankfurt: Energiepreise fallen

Foto: Patrick Pleul/ picture alliance / dpa
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Erstmals seit einem halben Jahr sind die Verbraucherpreise in der Eurozone gefallen. Im September lag die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahr 0,1 Prozent niedriger, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Im August waren die Verbraucherpreise mit 0,1 Prozent noch leicht gestiegen.

Der Rückgang kommt für Experten unerwartet, sie hatten mit einer Stagnation der Preise gerechnet. Doch vor allem die billige Energie drückt die Inflationsrate. Die Energiepreise lagen im September 8,9 Prozent tiefer als vor einem Jahr.

Die Kernrate, die schwankungsanfällige Güter wie Energie und Nahrungsmittel ausklammert und den grundlegenden Preistrend wiedergibt, lag dagegen deutlich höher und wie im Vormonat bei 0,9 Prozent. Doch auch dieser Wert ist deutlich niedriger, als das von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebte Ziel von zwei Prozent. Bei diesem Niveau geht sie von stabilen Preisen aus.

Teurer waren im September vor allem unverarbeitete Lebensmittel, deren Preise im Durchschnitt um 2,7 Prozent stiegen. Dienstleistungen waren 1,3 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, während sich Industriegüter mit 0,3 Prozent kaum verteuerten.

Die Zahlen könnten zu neuerlichem Druck auf die EZB führen. Die Notenbanker um ihren Chef Mario Draghi kämpfen seit März mit Wertpapierkäufen in erheblichem Umfang gegen die aus ihrer Sicht zu schwache Inflation - bisher mit geringem Erfolg. An den Finanzmärkten und unter Analysten wird bereits über eine Ausweitung der Geldschwemme spekuliert.

brk/Reuters/dpa