Internationaler Vergleich INSM sieht gerechteres Deutschland
Berlin - Die Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat eine Studie zur Gerechtigkeit vorgelegt. Was zunächst so klingt, als präsentierten Autokonzerne einen Bericht zur Zukunft des Fahrrads. Doch die INSM, die für weniger Staat und mehr Markt eintritt, meint es durchaus ernst: In Deutschland gehe es gerechter zu als in den meisten anderen Industriestaaten - zu diesem Fazit kommt das beauftragte arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln.
Demnach belege Deutschland den siebten Platz unter den 28 untersuchten Industriestaaten, sagte IW-Experte Dominik Enste am Dienstag in Berlin. Mehr Gerechtigkeit gibt es demnach nur in Norwegen, Schweden, Dänemark sowie Neuseeland, Österreich und Finnland.
Ein besseres Abschneiden werde durch die vergleichsweise geringe Chancengleichheit verhindert. Trotz des Ausbaus frühkindlicher Bildung und einer niedrigen Jugendarbeitslosigkeit komme Deutschland hier nur auf den 14. Rang. Das sei zwar eine Verbesserung um zehn Plätze im Vergleich zum Vorjahr. Doch sei dieser Sprung vor allem der guten Arbeitsmarktlage zu verdanken und nicht einem verbesserten Bildungssystem.