Schwacher Außenhandel Japans Exporte brechen um 14 Prozent ein
Hafen von Tokio
Foto: Franck Robichon/ picture alliance / dpaJapans Wirtschaft leidet weiter unter einem sehr schwachen Außenhandel. Im Juli seien die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14 Prozent zurückgegangen, teilte das Finanzministerium mit. Das ist der stärkste Einbruch seit Oktober 2009.
Vor allem der starke Yen und die sinkende Nachfrage aus China machen den Exporteuren zu schaffen. Der Yen hat in diesem Jahr rund 20 Prozent zum Dollar aufgewertet. Das macht viele japanische Produkte auf dem Weltmarkt teurer und geht zulasten der Gewinne von Firmen wie Toyota und Sony. Nach China verkauften japanische Unternehmen im Juli knapp 13 Prozent weniger, in die USA betrug das Minus knapp zwölf Prozent.
Im Vorfeld hatten Analysten mit einem Rückgang in dieser Höhe gerechnet - sie gehen davon aus, dass der schwache Trend vorerst anhalten werde.
Für die Regierung in Tokio sind die Zahlen erneut ein Rückschlag. Sie will die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt nach den USA und China mit einem riesigen Konjunkturpaket und einer lockeren Geldpolitik der Notenbank wieder in Schwung bringen. Seit vielen Jahren wächst die Wirtschaft in Japan kaum, so auch zuletzt im zweiten Quartal. Das Bruttoinlandsprodukt zog von April bis Juni auf das Jahr hochgerechnet nur um 0,2 Prozent an, auch weil viele Firmen weniger investierten.