Kassen-Bericht: Krankengeld-Ausgaben steigen deutlich - DER SPIEGEL
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Kassen-Bericht Krankengeld-Ausgaben steigen deutlich

Um zehn Prozent sind 2009 die Ausgaben für Krankengeld gestiegen. Das geht aus einem Bericht der gesetzlichen Krankenkassen hervor. Ein Grund ist, dass es immer mehr ältere Versicherte gibt, die öfter und länger krank sind.
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Berlin - Die gesetzlichen Krankenkassen müssen mehr für Krankengeld ausgeben. Im vergangenen Jahr stiegen die entsprechenden Ausgaben um zehn Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Das geht aus einem Rundbrief des GKV-Spitzenverbands an die Kassen hervor, aus dem die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zitiert. 2006 gaben die Kassen fürs Krankengeld noch 5,7 Milliarden Euro aus, seitdem stiegen die Ausgaben kontinuierlich.

Das Krankengeld beträgt maximal 70 Prozent des Bruttolohns und wird in der Regel nach der sechsten Krankheitswoche gezahlt. Ein Grund für den Anstieg der Kosten ist, dass es immer mehr ältere Kassenmitglieder gibt, die laut Statistik häufiger Krankengeld bekommen. So liegt der Anteil der 45- bis 65-Jährigen seit 2006 bei über 30 Prozent. Jährlich steige er um mehr als zwei Prozent. Die Über-45-Jährigen seien nicht nur öfter, sondern auch länger krank als jüngere Arbeitnehmer.

Auch die Zahl psychischer Erkrankungen nimmt demnach deutlich zu - Leiden also, die länger anhalten und somit zum Krankengeldanspruch führen.

Die Krankenkassen monieren auch die zunehmende Bürokratie zu ihren Lasten. Bis bei Kranken Reha-Maßnahmen beginnen können, brauche die dafür zuständige Deutsche Rentenversicherung immer länger. So sei die Wartezeit Betroffener etwa bei psychosomatischen Erkrankungen binnen zwei Jahren von 59 auf 72 Tage gestiegen.

Mehr Krankengeld-Fälle gibt es auch bei Arbeitslosen. Sie liegen nach Einschätzung der Kassen darin begründet, dass Betroffene auf diese Weise nicht so schnell Hartz-IV-Empfänger werden.

cte/dpa

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