Konjunkturprognose Regierung verordnet Deutschland mehr Wachstum
Rainer Brüderle: Gute Zeiten für einen Wirtschaftsminister
Foto: Tobias Kleinschmidt/ dpaDüsseldorf - Bei so viel Aufschwung dürfte sich Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) langsam fühlen wie sein großes Vorbild Ludwig Erhard. Die Bundesregierung will ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich erhöhen - auf rund 2,25 Prozent. Dies hat die Abstimmung mit den anderen Ressorts ergeben, wie das "Handelsblatt" aus Regierungskreisen erfuhr.
Die aktuelle Regierungsprognose von Ende Oktober geht für 2011 noch von einem Plus in Höhe von 1,8 Prozent aus. Die exakte Prognose für das Wirtschaftswachstum werde Anfang nächster Woche beschlossen, hieß es. Am Mittwoch wird Brüderle seinen Jahreswirtschaftsbericht veröffentlichen, dessen Bestandteil die Wachstumsprognose ist.
Im vergangenen Jahr legte die deutsche Wirtschaft 3,6 Prozent zu. Es war das größte Plus seit der Wiedervereinigung. Im Krisenjahr 2009 war die Wirtschaft jedoch um 4,7 Prozent eingebrochen. Ein so großes Minus hatte es seit Bestehen der Bundesrepublik nicht gegeben.
Deutschland berappelt sich zwar, Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien wachsen aber deutlich schneller als die Bundesrepublik. Deshalb werden sich die globalen Machtverhältnisse einer Studie zufolge bis 2050 deutlich verschieben. Experten der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) prognostizieren, dass die Bundesrepublik im Ranking der größten Volkswirtschaften der Welt vom heute vierten auf den achten Platz abrutschen wird.
Laut der Studie "The World in 2050" sehen die Top Ten des weltweiten Rankings dann wie folgt aus:
- China
- USA
- Indien
- Brasilien
- Japan
- Russland
- Mexiko
- Deutschland
- Großbritannien
- Indonesien