Krankenkasse DAK streicht 1600 Stellen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Mitgliederschwund bei gesetzlicher Krankenkasse DAK baut 1.600 Stellen ab

Die DAK-Gesundheit hat seit Jahresbeginn mehr als 180.000 Mitglieder verloren. Jetzt will Deutschlands drittgrößte gesetzliche Krankenkasse 1600 Vollzeitstellen streichen.
Die DAK-Zentrale in Hamburg
Die DAK-Zentrale in Hamburg

Die DAK-Zentrale in Hamburg

Foto: Angelika Warmuth/ picture alliance / dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die gesetzliche Krankenkasse DAK-Gesundheit will 1600 ihrer knapp 11.000 Vollzeitstellen abbauen. Das teilte der Sprecher der Ersatzkasse mit. Wie viele davon in den einzelnen Bundesländern betroffen sind, ist demnach noch unklar. Vermutlich würden auch Geschäftsstellen geschlossen, hieß es.

Nach Angaben von Ver.di gab der Kassenvorstand entsprechende Pläne zu Beginn der Tarifverhandlungen bekannt. Die Umstrukturierung einer der größten Krankenkassen in Deutschland sei notwendig, nachdem das Bundesversicherungsamt die DAK zu dem im Vergleich zweithöchsten Zusatzbeitrag gezwungen habe, hieß es bei Ver.di. Dadurch habe die Kasse seit Jahresbeginn mehr als 180.000 Mitglieder verloren.

Ver.di teilte mit, dass die Gewerkschaft die Tarifverhandlungen nutzen wolle, um möglichst viele Stellen im Unternehmen zu erhalten und, wo das nicht möglich ist, für einen "sozialverträglichen Ab- und Umbau zu sorgen".

Die DAK-Gesundheit ist mit sechs Millionen Versicherten die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland. Sie hat ihren Sitz in Hamburg.

asa/dpa