Ein-Euro-Jobs & Co. Regierung beendet Programm für Langzeitarbeitslose
Wartende in Jobcenter in Gelsenkirchen: Neues Programm für Langzeitarbeitslose geplant
Foto: Julian Stratenschulte/ picture alliance / dpaBerlin - Der Wiedereinstieg von Langzeitarbeitslosen in den Job ist eine der größten Herausforderungen für die Arbeitsagenturen. Bisher können Betroffene am "Förderprogramm Bürgerarbeit zur Integration Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt" teilnehmen. Doch dieses Konzept läuft Ende 2014 aus. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) wolle keine Verlängerung des Programms, berichtet die "Südwest Presse".
Derzeit plane das Arbeitsministerium ein neues Programm für Langzeitarbeitslose im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF), das im Herbst vorgestellt werden solle, sagte eine Sprecherin. ESF-Programme seien von vorneherein zeitlich begrenzt. Das bisherige Förderprogramm war 2010 in der Zeit der schwarz-gelben Koalition unter der damaligen Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gestartet worden.
Das Konzept ist umstritten. Insgesamt ist die Zahl öffentlich geförderter Beschäftigungsstellen für Langzeitarbeitslose seit 2010 stark reduziert worden - bis Mitte dieses Jahres auf 136.000. Vor vier Jahren waren noch mehr als 350.000 Langzeitarbeitslose mit Ein-Euro-Jobs, Bürgerarbeit oder ähnlicher Beschäftigung auf einen Wiedereinstieg in den regulären Arbeitsmarkt vorbereitet worden.
Die Bundesagentur für Arbeit verteidigt den Abbau damit, dass beispielsweise Ein-Euro-Jobs in weniger als zehn Prozent der Fälle zu einem erfolgreichen Einstieg in sozialversicherungspflichtige Arbeit geführt hätten.