Panama Papers: Mossack-Fonseca-Gründer freigelassen - DER SPIEGEL
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Panama Papers Mossack-Fonseca-Gründer freigelassen

Die Gründer der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca sind nach ihrer Festnahme im Februar wieder freigelassen worden. Die Kanzlei soll in eine Schmiergeldaffäre um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht verwickelt sein.
Panama-Stadt
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Foto: Carlos Jasso/ REUTERS
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Die beiden Gründer der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die im Fokus der Ermittlungen um die Panama Papers steht, sind auf Kaution freigelassen worden. Das zuständige Gericht in Panama-Stadt entließ Jürgen Mossack und Ramón Fonseca am Freitag gegen eine Zahlung von je einer halben Million Dollar (umgerechnet 466 000 Euro) aus der Haft. Es erklärte, die beiden Juristen dürften das Land nicht ohne gerichtliche Genehmigung verlassen. Gegen die beiden wird derzeit wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt.

Mossack und Fonseca waren im Februar festgenommen worden. Dabei ging es allerdings nicht um die Gründung Zehntausender Briefkastenfirmen zur Ausnutzung von Steuerschlupflöchern, die Affäre um die Panama Papers. Vielmehr wurde der Firma vorgeworfen, an einem brasilianischen Korruptionsnetzwerk mitgewirkt zu haben. In mehreren Ländern Lateinamerikas gibt es derzeit Ermittlungen zum "Lava-Jato"-Skandal um Schmiergeldzahlungen bei der Vergabe von Bauprojekten.

Der panamaische Präsident Juan Carlos Varela soll im Wahlkampf Spenden von dem brasilianischen Baukonzern Odebrecht erhalten haben. Das behauptet ausgerechnet Varelas ehemaliger Berater - der Rechtsanwalt Ramón Fonseca. Besonders pikant: Fonseca ist Partner der Kanzlei Mossack Fonseca, die durch die Veröffentlichung der Panama Papers bekannt wurde.

Verstrickungen in einen Korruptionsskandal

Nachdem Fonseca die Vorwürfe gegen den Präsidenten erhoben hatte, wurden er und der zweite Kanzleigründer, der Deutsche Jürgen Mossack, wegen möglicher Verwicklung in die Schmiergeldaffäre festgenommen.

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Foto: Francisco Seco/ AP

In mehreren südamerikanischen Ländern wird gegen aktive und ehemalige Präsidenten in der Odebrecht-Affäre wegen Korruptionsverdachts ermittelt. Odebrecht soll in zwölf Ländern bis zu 785 Millionen Dollar Schmiergelder gezahlt haben, um dafür Bauaufträge zu erhalten. Der Konzern hat rund 128.000 Mitarbeiter und ist in 26 Ländern aktiv.

Bekannt geworden war die Kanzlei Mossack Fonseca wegen der Affäre um die sogenannten Panama Papers. Im April 2016 hatte ein Mediennetzwerk weltweit über 200.000 von Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Veröffentlichung führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und zu einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche.