Portugal schafft Anleihentausch - DER SPIEGEL
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Euro-Rettungsschirm Portugal schafft wichtige Schritte für den Exit

Der Verkauf der nationalen Post bringt viel Geld, die Laufzeit von Staatsanleihen wird verlängert: Portugal hat wichtige Schritte geschafft, um den Euro-Rettungsschirm Mitte 2014 zu verlassen. Aus Griechenland kommen dagegen neue Hiobsbotschaften.
Proteste in Lissabon: Harte Sparauflagen für finanzielle Unabhängigkeit
Proteste in Lissabon: Harte Sparauflagen für finanzielle Unabhängigkeit

Proteste in Lissabon: Harte Sparauflagen für finanzielle Unabhängigkeit

Foto: Mario Cruz/ dpa
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Lissabon - Portugal feiert zwei wichtige Erfolge auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit: Das Euro-Krisenland konnte erstens die Fälligkeit von Staatsanleihen im Gesamtwert von 6,642 Milliarden verlängern. Zweitens geht die Privatisierung von Staatsunternehmen voran.

Wie die nationale Schuldenagentur IGCP am Dienstag in Lissabon mitteilte, wurden Schuldtitel mit Laufzeiten bis Juni 2014, Oktober 2014 und Oktober 2015 in Anleihen umgewandelt, die erst im Oktober 2017 sowie im Juni 2018 fällig werden.

Damit geht der Refinanzierungsbedarf des Landes zurück, das im Sommer 2014 den Euro-Rettungsschirm verlassen soll. Nach der gelungenen Transaktion muss Portugal 2014 und 2015 statt rund 27 nur noch gut 20 Milliarden Euro tilgen. Allerdings wird die Last 2017 und 2018 größer.

Auch bei der Privatisierung von Staatsunternehmen feiert das Land einen Erfolg. Der Verkauf von 70 Prozent der nationalen Post soll 580 Millionen Euro in die Kassen spülen, teilte die Staatsholding Parpública am Dienstag mit. Der Verkaufspreis liegt am oberen Ende der Spanne.

Athen kann keine zusätzlichen Sparauflagen verkraften

Schlechte Nachrichten kommen dagegen aus Griechenland. Die dortige Regierung kann nach Worten von Außenminister Evangelos Venizelos keine zusätzlichen Sparauflagen mehr verkraften.

Dies bekräftigte Venizelos am Dienstag in einem Interview des griechischen Fernsehens (DT) angesichts möglicher neuer Maßnahmen für den Fehlbetrag im Haushalt in den kommenden drei Jahren. Das Euro-Krisenland braucht allen Anzeichen nach 2015 und 2016 weitere Hilfe. Die Rede ist von insgesamt mehr als zehn Milliarden Euro.

Venizelos sagte, Griechenland werde aus der Krise herauskommen und seine Schulden zurückzahlen. Das Land brauche aber eine "substantielle Anerkennung seiner Bemühungen".

ssu/dpa