Puerto Rico bleibt 58 Millionen Dollar schuldig - DER SPIEGEL
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Zahlungsausfall Puerto Rico bleibt 58 Millionen Dollar schuldig

Die Schuldenkrise der Karibikinsel Puerto Rico hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Die Regierung hat bestätigt, dass man fällig gewordene Anleihen in Höhe von 58 Millionen Dollar nicht fristgerecht zurückzahlen konnte.
Leerstehendes Hotel in Puerto Rico: Die Wirtschaft schrumpft seit sieben Jahren
Leerstehendes Hotel in Puerto Rico: Die Wirtschaft schrumpft seit sieben Jahren

Leerstehendes Hotel in Puerto Rico: Die Wirtschaft schrumpft seit sieben Jahren

Foto: AP/dpa
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Puerto Rico hätte bis Samstag 58 Millionen US-Dollar an Kapital- und Zinszahlungen leisten müssen, das sind umgerechnet rund 53 Millionen Euro. Doch der mit den USA assoziierte Karibikstaat hat gerade einmal 628.000 Dollar gezahlt. Das hat die Regierung in San Juan bestätigt.

Die US-Ratingagentur Moody's wertete das als Zahlungsausfall - und geht davon aus, dass weitere folgen werden. Puerto Rico habe nicht die Mittel, all seine bevorstehenden Schuldenrückzahlungen zu tätigen", teilte Moody's mit. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte bereits Mitte Juli erklärt, eine Pleite der Karibikinsel sei "praktisch Gewissheit".

Die Regierung von Puerto Rico hatte Ende Juni mitgeteilt, ihre Schulden von rund 73 Milliarden Dollar nicht mehr bedienen zu können und deshalb mit den Gläubigern verhandeln zu wollen.

Puerto Rico war bis 1898 spanische Kolonie und ist wie einige andere Karibikinseln mit den USA assoziiert. Die Bewohner Puerto Ricos haben seit dem Jahr 1917 die US-Staatsbürgerschaft und dienen in der Armee, sind in den USA aber nicht wahlberechtigt oder steuerpflichtig.

Die Wirtschaft der Insel schrumpft seit sieben Jahren. Wegen des besonderen Status kann Puerto Rico mit seinen 3,5 Millionen Einwohnern nicht offiziell Insolvenz . Ein Zahlungsausfall könnte deshalb jahrelange Verhandlungen nach sich ziehen, um die Krise beizulegen.

syd/AFP/AP