Leichter Rückgang Rentenrücklage schmilzt im Sommer
Senioren in Geesthacht bei Hamburg: Delle durch die Urlaubsmonate
Foto: Christian Charisius/ picture alliance / dpaBerlin - Die Reserven der gesetzlichen Rentenversicherung sind im August leicht gesunken. Die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage lag nach Informationen von SPIEGEL ONLINE Ende August bei rund 33,7 Milliarden Euro. Das haben erste Auswertungen der Rentenversicherung Bund ergeben. Ende Juli hatte die Rücklage noch rund 34,3 Milliarden Euro umfasst und damit ein neues Allzeithoch erreicht.
Rentenexperten sehen vor allem saisonale Gründe für den Rückgang. So kommt es in Sommer- und Urlaubsmonaten häufig zu einer Delle bei den Einnahmen der Sozialkassen. Aber auch die Rentenreform der Bundesregierung wird in den nächsten Monaten zunehmend ihre Spuren hinterlassen: Im Juli sind die Verbesserungen bei der Mütterrente und die abschlagsfreie Rente mit 63 in Kraft getreten.
Allein die Erhöhung der Mütterrente kostet nach Schätzungen der Bundesregierung in diesem Jahr rund 3,3 Milliarden Euro. So haben Frauen und Männer, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, nun Anspruch auf höhere Altersgelder. Allerdings läuft die Überweisung dieser Mütterrenten derzeit erst an. Die Rentenerhöhung soll in den kommenden Monaten rückwirkend ausgezahlt werden.
Auch die Rente mit 63 dürfte sich schon bald zum Kostenfaktor entwickeln: Nach Angaben der Rentenversicherung gingen bis Ende August insgesamt 109.000 Anträge auf die neue Frührente ein.