Schuldenkrise: Rating-Agentur straft Spanien ab - DER SPIEGEL
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Schuldenkrise Rating-Agentur straft Spanien ab

Die beiden großen Konkurrenten haben vorgelegt, nun zieht Moody's nach: Die dritte US-Rating-Agentur hat die Kreditwürdigkeit Spaniens herabgestuft. Dabei gingen die Bonitätswächter noch einen Schritt weiter als Fitch und Standard & Poor's.
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New York - Die Rating-Agentur Moody's hat wegen der Schuldenkrise die Bonitätsnote für Spanien gesenkt. Die Einstufung laute nun "A1" statt zuletzt "AA2", teilte die Agentur am Dienstag mit. Gleichzeitig versah Moody's die neue Einstufung mit einem negativen Ausblick und signalisierte damit, dass eine weitere Herabstufung droht.

Spanien bleibe in der Krise weiterhin für Marktturbulenzen anfällig, erläuterten die Bonitätswächter. Das Land habe einen großen Finanzierungsbedarf und außerdem hochverschuldete Banken und Konzerne. Zudem werde ein schwaches Wirtschaftswachstum das Erreichen der ehrgeizigen Sparziele erschweren. Der Euro gab in Folge der Herabstufung etwas nach.

Anfang Oktober hatte zunächst die Rating-Agentur Fitch die Bonität Spaniens abgestuft, eine Woche später folgte Standard & Poor's. Beide Agenturen bewerten das Land nun mit der vierthöchsten Note "AA-", also mit einer noch guten Bonität.

Moody's ging nun noch einen Schritt weiter: Die Note "A1" ist die fünfthöchste des Unternehmens und bedeutet eine Bonität im hohen mittleren Bereich. Damit erhöht sich der Druck auf Spanien nochmals, denn je schlechter die Kreditwürdigkeit, desto höhere Zinsen muss Spanien für die Aufnahme neuer Schulden zahlen.

cte/Reuters/dpa