Spanien will Renten an Lebenserwartung koppeln - DER SPIEGEL
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Schuldenkrise Spanien will Renten an Lebenserwartung koppeln

Die spanische Regierung plant eine große Rentenreform: Die Altersbezüge sollen künftig mit der Lebenserwartung und der Konjunktur verknüpft werden. Damit reagiert Madrid auf den Druck der EU-Kommission.
Arbeitsministerin Banez: Weniger Geld für Rentner
Arbeitsministerin Banez: Weniger Geld für Rentner

Arbeitsministerin Banez: Weniger Geld für Rentner

Foto: Fernando Alvarado/ dpa
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Madrid - Spanien will die Renten künftig an die durchschnittliche Lebenserwartung und den Konjunkturverlauf koppeln. So sollen die Renten ab dem kommenden Jahr nicht mehr von der Inflationsentwicklung abhängen und stattdessen auch an die Einnahmen aus den Sozialversicherungsbeiträgen gebunden werden, sagte Arbeitsministerin Fatima Banez am Montag. Das könne zwar zunächst zu geringeren Bezügen führen. Zugleich könnten aber auch künftig angemessene Einkünfte im Ruhestand gewährleistet und ein höheres Renteneintrittsalter vermieden werden.

Zudem will die konservative Regierung einen jährlichen Rentenzuwachs von 0,25 Prozent sowie eine Deckelung einführen, damit die Renten nicht mehr als 0,25 Prozent stärker steigen als die Inflation. Die EU-Kommission verlangt von Spanien, im Kampf gegen die Schuldenkrise das Rentensystem bis Jahresende zu reformieren.

Das Land leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise und einer Arbeitslosigkeit, die so hoch ist wie noch nie. Die Zahl der Menschen, die Sozialversicherungsbeiträge zahlen, ist auf den tiefsten Stand seit einem Jahrzehnt gefallen, nachdem fast sechs Millionen Spanier ihren Job verloren haben. Dem Rentensystem machen zudem die Alterung der Gesellschaft und eine niedrige Geburtenrate zu schaffen.

cte/Reuters