Sparmaßnahme: Britische Regierung will U-Boot-Programm verschieben - DER SPIEGEL
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Sparmaßnahme Britische Regierung will U-Boot-Programm verschieben

Großbritannien muss sparen. Darum plant die konservative Regierung offenbar, das 24 Milliarden Euro teure Atomprogramm zu verschieben. Eine Entscheidung über die Erneuerung der U-Boot-Flotte soll nun erst nach 2015 fallen.
Britisches Atom-U-Boot: Entscheidung über Erneuerung fällt erst nach 2015
Britisches Atom-U-Boot: Entscheidung über Erneuerung fällt erst nach 2015

Britisches Atom-U-Boot: Entscheidung über Erneuerung fällt erst nach 2015

Foto: ? Kieran Doherty / Reuters/ REUTERS
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London - Der Sparkurs der britischen Regierung hat Konsequenzen für den Verteidigungshaushalt: Laut einem Bericht der BBC will die Regierung die 24 Milliarden Euro teure Erneuerung ihres U-Boot-gestützten Atomprogramms um Jahre verschieben. Das Verteidigungsministerium dementierte den Bericht nicht, betonte aber, es seien noch keine Entscheidungen getroffen. Großbritannien steht wegen eines historisch großen Haushaltsdefizits unter enormem Sparzwang, alle öffentlichen Ausgaben stehen derzeit auf dem Prüfstand.

Das Atomprogramm ist eines der kontrovers diskutierten Themen innerhalb der konservativ-liberaldemokratischen Regierungskoalition in Großbritannien und war mangels Konsens aus der Koalitionsvereinbarung ausgespart worden. Die konservativen Tories von Premierminister David Cameron unterstützen die milliardenschwere Erneuerung, die Liberaldemokraten um Vize-Premier Nick Clegg sind dagegen.

Die britische Nuklearabschreckung umfasst vier U-Boote, von denen Trident(Dreizack)-Raketen abgeschossen werden können. Diese Raketen können mit Nuklearsprengköpfen bestückt werden. Mindestens eines der U-Boote ist ständig auf hoher See unterwegs.

Großbritannien hat bereits erhebliche Kosten für die Planung und Konstruktion neuer U-Boote auf sich genommen. Die endgültige Entscheidung für die Erneuerung der Atom-U-Boot-Flotte sollte spätestens 2014 fallen. Nun soll die Entscheidung auf nach 2015 vertagt werden. Im Mai 2015 soll nach bisherigen Planungen die nächste Parlamentswahl stattfinden.