Gesetzentwurf So will die SPD Managergehälter begrenzen
Bankenstadt Frankfurt
Foto: Boris Roessler/ dpaDie SPD will exzessive Managergehälter mit einem umfassenden Gesetzentwurf begrenzen. In dem am Mittwoch vorgelegten Konzept schlägt die Bundestagsfraktion mehrere Maßnahmen vor:
- So sollen Aktiengesellschaften Vorstandsbezüge nur bis höchstens 500.000 pro Jahr von der Steuer absetzen dürfen.
- Außerdem soll die Hauptversammlung, also die Vertretung der Aktionäre, ein Maximalverhältnis zwischen der Vorstandsvergütung und dem Durchschnittsgehalt im Unternehmen festlegen.
- Drittens soll der Aufsichtsrat bei schlechten Leistungen der Vorstände die Bezüge herabsetzen oder Ruhegehälter zurückfordern können.
"Wir haben keinen Raubtierkapitalismus in Deutschland, sondern das Leitbild der sozialen Marktwirtschaft", sagte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann. In manchen Vorstandsetagen schienen Maß und Mitte verloren gegangen zu sein. Eine Neiddebatte gegen Manager wolle die SPD nicht führen. Viele Menschen hätten aber "ein Störgefühl" wenn sie erlebten, dass Manager trotz schlechter Leistungen umfassend abgesichert seien, während normale Arbeitnehmer bei schon bei kleinsten Verfehlungen das Risiko eingingen, fristlos gekündigt zu werden.
Bundesjustizminister Heiko Maas hält eine steuerliche Begrenzung von Managergehältern für eine Frage der Gerechtigkeit. "Das ist keine Frage des Neides", sagte er. Wer mehr Verantwortung trage, solle auch mehr verdienen als andere. "Aber wenn Vergütungen und Boni in Millionenhöhe gezahlt werden, obwohl Gewinne sinken oder Beschäftigte entlassen werden müssen, haben die Menschen zu Recht das Gefühl, dass dort jedes Maß verloren gegangen ist."