Stimmung in der Euro-Zone steigt - DER SPIEGEL
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Ifo-Wirtschaftsklima Stimmung in der Euro-Zone steigt

Das Ifo-Institut spricht von einem Silberstreif am Horizont: Das Wirtschaftsklima im Euro-Raum verbessert sich zunehmend. Die Erwartungen für das nächste Halbjahr sind auf dem höchsten Stand seit fast zwei Jahren.
Schweißarbeiter in Hamburg: In fast allen Ländern dürfte sich die Wirtschaft verbessern
Schweißarbeiter in Hamburg: In fast allen Ländern dürfte sich die Wirtschaft verbessern

Schweißarbeiter in Hamburg: In fast allen Ländern dürfte sich die Wirtschaft verbessern

Foto: Marcus Brandt/ dpa
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München - Die Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung in der Euro-Zone mehren sich. Der entsprechende Ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima legte im ersten Vierteljahr nach zwei Rückgängen in Folge erstmals wieder zu - auf 95,1 Punkte von 81,7 Zählern im Vorquartal. "Ein Silberstreif am Horizont ist erkennbar", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Mittwoch. Für das Barometer werden mehr als 280 Experten aus mehreren Ländern befragt.

Zwar beurteilten die Befragten die Wirtschaftslage erneut etwas schlechter. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate fielen allerdings vermehrt positiv aus und erreichten den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Insgesamt wird im Euro-Raum in den nächsten sechs Monaten in fast allen Ländern mit einer Verbesserung der Situation gerechnet - außer in Zypern, Finnland, Portugal und Spanien.

Am Montag war bereits der sogenannte Sentix-Index für die Wirtschaft in der Euro-Zone das sechste Mal in Folge gestiegen. Die Aussichten für das nächste Halbjahr notierten laut Sentix sogar auf dem höchsten Stand seit Beginn der Finanzkrise vor sechs Jahren. Bereits vor einem Monat hatte das Münchner Ifo-Institut eine leichte Erholung der Wirtschaft bis zum Sommer vorhergesagt.

Deutsche Industrie mit mehr Aufträgen

Vor allem die deutsche Wirtschaft legt wieder an Tempo zu. So hat die Industrie im Dezember etwas mehr Aufträge erhalten als erwartet. Die Aufträge seien um 0,8 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Im Vormonat waren die Aufträge noch um 1,8 Prozent gefallen.

Das Neugeschäft der Industrie habe sich zum Jahresende wieder belebt, erklärte das Ministerium. "Dies sind günstige Vorzeichen für die Entwicklung der Industrieproduktion im laufenden Jahr." Zusammen mit der seit Monaten zu verzeichnenden Verbesserung des Geschäftsklimas im Verarbeitenden Gewerbe signalisierten die Frühindikatoren ein "absehbares Ende der Schwächephase der Industriekonjunktur".

yes/dpa/Reuters