Strauss-Kahns Nachfolgerin: Neue IWF-Chefin bekommt halbe Million Dollar Gehalt - DER SPIEGEL
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Strauss-Kahns Nachfolgerin Neue IWF-Chefin bekommt halbe Million Dollar Gehalt

Für Christine Lagarde lohnt sich der Wechsel an die Spitze des Internationalen Währungsfonds - zumindest finanziell. Laut Vertrag erhält sie künftig rund 500.000 Dollar pro Jahr. Allerdings soll sie dafür strenge Verhaltensregeln einhalten.
IWF-Chefin Lagarde: Am Dienstag trat sie ihren neuen Job an
IWF-Chefin Lagarde: Am Dienstag trat sie ihren neuen Job an

IWF-Chefin Lagarde: Am Dienstag trat sie ihren neuen Job an

Foto: WIN MCNAMEE/ AFP
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Washington/Berlin - Französische Ministerin ist ein guter Job, doch IWF-Chefin ist ein besserer. Ihr Gehalt jedenfalls dürfte Christine Lagarde künftig steigern. Während sie als französische Finanzministerin mit 14.000 Euro Grundgehalt im Monat auskommen musste, erhält sie als Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) künftig 467.940 Dollar im Jahr. Das sind rund 350.000 Euro jährlich oder 29.000 Euro pro Monat.

Wie der IWF mitteilte, läuft der Vertrag über fünf Jahre. Zum Fixgehalt hinzu kommt eine pauschale Aufwandsentschädigung für Repräsentationszwecke von 83.760 Dollar im Jahr. Ausgezahlt wird diese Entschädigung in monatlich gleichen Raten, ohne dass Lagarde Belege oder Rechtfertigungen abgefordert werden. Einkommenssteuer muss Christine Lagarde keine zahlen.

Sollten in begründeten Fällen zusätzliche Spesen anfallen, werden diese der neuen IWF-Chefin erstattet. Gehalt wie Aufwandsentschädigung werden jährlich zum 1. Juli an die Inflationsrate in der Großstadtregion Washington angepasst. Darüber hinaus kommt Lagarde in den Genuss eines IWF-internen Pensionsplanes, dessen Auszahlungen sich nach der Zahl der Dienstjahre richten.

Lagarde muss laut Vertrag strenge Verhaltensregeln befolgen. So heißt es unter anderem. "Als geschäftsführender Direktor wird von Ihnen erwartet, dass sie den höchsten ethischen Standards genügen, orientiert an den Werten von Integrität, Unparteilichkeit und Diskretion." Die IWF-Chefin habe alles zu vermeiden, was auch nur den Anschein des Ungebührlichen erwecken könnte.

Lagardes Vorgänger Dominique Strauss-Kahn war nach Vergewaltigungsvorwürfen in Washington zurückgetreten. Zwar werden die US-Ermittler die Klage gegen ihn laut Medienberichten wahrscheinlich fallenlassen, weil Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers aufgekommen sind. In Frankreich droht ihm aber ein weiteres Strafverfahren wegen eines angeblichen Sexualdelikts vor einigen Jahren.

stk/Reuters