Sylt will "Ausverkauf der Insel" stoppen und schränkt Ferienwohnungen ein - DER SPIEGEL
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Tourismus Sylt schränkt Ferienwohnungen ein

Sylt wehrt sich gegen steigende Immobilienpreise. Man wolle den "Ausverkauf der Insel" stoppen.
Strand an der Südspitze Sylts
Strand an der Südspitze Sylts

Strand an der Südspitze Sylts

Foto: Carsten Rehder/ dpa
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Sylt schränkt den Bau und die Vermietung von Ferienwohnraum ein: Die Gemeindevertretung beschloss, dass in Häusern ab 130 Quadratmeter Größe künftig mindestens 60 Quadratmeter als Dauerwohnraum genutzt werden müssen.

Die Regelung gilt aber nur bei Neubauten oder wenn aus einem Wohnhaus ein Ferienhaus werden soll. Mit der Begrenzung soll verhindert werden, dass die Insel zu einem reinen Urlaubsresort mit vielen Job-Pendlern wird.

Sylts Bürgermeister Nikolas Häckel sagte, ein entsprechender Antrag von CDU und Sylter Wähler-Gemeinschaft sei am Donnerstagabend mit 19 zu 14 Stimmen angenommen worden. Vom Tisch ist damit der Vorschlag für eine feste Quote, wonach in allen Häusern künftig mindestens 40 Prozent Dauerwohnraum sein sollen.

Diese sogenannte 40-60-Regelung hatte Häckel unterstützt. Der Bürgermeister nannte sie fairer, weil sie alle angehe. Von der nun getroffenen Entscheidung seien nur wenige Häuser betroffen. Häckel sprach von einem "schlechten Kompromiss".

Andererseits sei eine Entscheidung getroffen worden, "um den Ausverkauf der Insel zu stoppen", ergänzte der Bürgermeister. Die Immobilienpreise sind auf Sylt zuletzt stark gestiegen. Ein Antrag der SPD -Fraktion, die Entscheidung zu vertagen, wurde abgelehnt.

Video: An diesen Stellen könnte Sylt brechen

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ade/dpa