US-Börsenaufsicht: Hacker klauen Daten von SEC - DER SPIEGEL
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Brisante Marktdaten Hacker beklauen US-Börsenaufsicht

Der Kampf gegen Cyberkriminelle ist eine Priorität der US-Börsenaufsicht. Doch jetzt musste die SEC einräumen, dass sie selbst zum Opfer eines Hackerangriffs wurde. Mithilfe der erbeuteten Daten könnten sich die Diebe bereichert haben.
Siege in der SEC-Zentrale in Washington
Siege in der SEC-Zentrale in Washington

Siege in der SEC-Zentrale in Washington

Foto: Jonathan Ernst / REUTERS
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Bei einem Angriff auf die US-Börsenaufsicht SEC haben Hacker sensible Daten erbeutet. Das räumte die SEC nun ein. Die Datendiebe verschafften sich demnach Zugriff auf vertrauliche Firmeninformationen, die Insiderhandel ermöglichen.

Die Attacke fand den Angaben zufolge bereits 2016 statt. Erst im August dieses Jahres habe die Behörde aber festgestellt, dass die Angreifer mithilfe der erbeuteten Daten "illegale Gewinne" aus Börsengeschäften erzielen könnten.

Der Vorgang ist ausgesprochen heikel. Denn der von US-Präsident Donald Trump ernannte neue SEC-Chef Jay Clayton hat die Bekämpfung der Cyberkriminalität zu einem seiner Hauptziele erklärt. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit Datendiebstahl übers Internet die Integrität der Märkte beschädigen kann. Das Problem rückte zuletzt durch den Fall Equifax ins Rampenlicht. Die US-Wirtschaftsauskunftei hatte einräumen müssen, dass ihr Daten von mehr als 143 Millionen Kunden gestohlen wurden.

Bei der SEC knackten die Hacker die wichtige Datenbank EDGAR, in der Millionen von Unternehmensmitteilungen gesammelt werden, darunter potenziell marktbewegende Informationen wie Quartalsberichte und Fusionspläne. Wenn Eingeweihte ihr privilegiertes Wissen zu Börsengeschäften nutzen, machen sie sich strafbar.

Nach SEC-Darstellung gelang den Angreifern dank eines Softwarefehlers der Zugang zu Daten, die nicht öffentlich zugänglich sind. Die Behörde sei 2016 auf die Lücke aufmerksam geworden und habe diese umgehend geschlossen.

Der Vorfall zeige, dass selbst die "sorgfältigsten Maßnahmen zur Cybersicherheit" nicht alle Risiken ausschlössen, teilte SEC-Chef Clayton mit. Bei dem Angriff seien gleichwohl keine persönlichen Daten erbeutet worden, betonte die Börsenaufsicht. Ein "systemisches Risiko" für das Funktionieren der Finanzmärkte habe nicht bestanden.

dab/Reuters/AFP