US-Prozess: VW-Manager will sich schuldig bekennen - DER SPIEGEL
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Prozess in den USA VW-Manager will sich schuldig bekennen

Der in den USA im Zusammenhang mit dem Abgasskandal festgenommene Volkswagen-Manager will sich nach Gerichtsangaben schuldig bekennen. Ihm droht eine lange Freiheitsstrafe.
VW-Autos in den USA
VW-Autos in den USA

VW-Autos in den USA

Foto: © Mike Blake / Reuters
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Ein seit Anfang des Jahres inhaftierter Volkswagen-Manager, den die USA im Abgasskandal zur Rechenschaft ziehen wollen, will sich nun doch schuldig bekennen. Die Anwälte des langjährigen VW-Mitarbeiters hätten den zuständigen Richter Sean Cox informiert, dass ihr Mandant ein Geständnis ablegen wolle, erklärte ein Sprecher des Gerichts in Detroit. Das Schuldbekenntnis soll bei einer Anhörung am 4. August erfolgen.

Das FBI hatte den Deutschen, der bis März 2015 in leitender Funktion mit Umweltfragen in den USA betraut war, im Januar in Miami nach einem Urlaub vor dem Heimflug nach Deutschland festgenommen. Die USA beschuldigen den Mann, Teil einer Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen US-Umweltgesetze gewesen zu sein. Konkret geht es um Manipulation von Abgaswerten und deren Verschleierung. Bislang hatte der Manager, dem eine lange Haftstrafe droht, die Vorwürfe zurückgewiesen und sich für unschuldig erklärt.

Mittlerweile liegen wegen angeblicher Mittäterschaft am Dieselskandal US-Strafanzeigen gegen acht Mitarbeiter des VW-Konzerns, darunter Ex-Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer, und einen ehemaligen Manager der Tochter Audi vor. Bislang konnte neben dem nun Geständigen aber nur ein Ingenieur von den US-Ermittlern gefasst werden, der als Kronzeuge kooperiert. Die restlichen Angeklagten werden in Deutschland vermutet, von wo ihnen vorerst keine Auslieferung drohen dürfte.

Volkswagen hatte sich in den USA für schuldig bekannt, Abgaswerte manipuliert und dies vor den Behörden verschleiert zu haben. Damit schufen die Wolfsburger die Voraussetzung für einen Vergleich, der den Konzern bis zu 22,6 Milliarden Euro kostet. Als Teil des Schuldeingeständnisses akzeptiert Volkswagen darin eine Geldstrafe von 4,1 Milliarden Euro.

mik/dpa